Fotoalbum Kategorie: Sardinien

Tempio Pausania

Tempio Pausania: Stadtrundgang

04. Mai 2026

 

von Monte Ortobene nach Tempio Pausana

von Monte Ortobene bei Núoro nach Tempio Pausania

Bis Bitti führt die Straße 389 durch eine hügelige Landschaft, gerundete Granitfelsen treten hier und da aus dem Boden hervor. Aus Lesesteinen aufgeschichtete Mauern, gelegentlich zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, markieren Grundsgrenzen. Lockere Korkeichenbestände mit Bäumen unterschiedlicher Altersstufen, unterbrochen von großzügigen Lichtungen, prägen die Landschaft. Die Stämme wurden einmal oder mehrere Male geschält. Massenhaft auftretender, weißblühender Affodil, ein giftiges Liliengewächs, weist auf intensive Schafbeweidung hin. Den Affodil lassen die Schafe stehen, auch die Zistrosensträucher bleiben vom Verbiss verschont. Anfang Mai setzt die Korkeichenblüte ein, sie lässt dann die Baumkronen gelblich erscheinen. Pilzkrankheiten der Wurzeln und Insektenbefall (ein Spinner) machen den Korkeichen zu schaffen, stellenweise trifft man auf Gruppen absterbender Bäume. Die mehrfache Schälung der Rinde des Stamms trägt zur Schwächung der Bäume bei.

Östlich von Budduso, nahe der Ausgrabungsstätte der Nuraghe Loelle an der Straße 389, trifft man auf besonders beeindruckende Korkeichengestalten, die nichtsdestoweniger nicht älter als auf ca. 250 bis 300 Jahre geschätzt werden.

03. Mai 2026

 

Monte Ortobene

Monte Ortobene bei Núoro

02. u. 03. Mai 2026

Der Ortobene ist ein freistehender Granitberg bei der Stadt Núoro. Aufstieg an einem kalten Abend am 02. Mai. Ein steil ansteigender Fußweg führt durch von alten Steineichen beherrschten Wald, die Zwischenräume eingenommen von jungem Baumaufwuchs, der Waldboden zwischen zerklüfteten Granitfelsen stellenweise mit großblütigen Cyclamen bewachsen, führt direkt zum Gipfel Cuccuro Nieddu, mit 955 m die höchsten Erhebung des Monte Ortobene. Eine Serpentinenstraße führt von Núoro bis zum bebauten Gipfelplateau.

Seui bis Gairo

Von Seui nach Gairo

02. Mai 2026

 

Laconi u. Nurraghe Su Nuraxi di Barumini

Ortschaft Laconi, Nurraghe Su Nuraxi di Barumini u. Korkeichenwälder

Die Nurraghe Su Nuraxi gilt als besterhaltenste und größte nurraghische Anlage Sardiniens. Die Ausgrabung erfolgte in den 50iger Jahren des 20. Jh.

Zuerst wurde etwa im 15. Jh. v. Chr. der Mittelturm errichtet, er war ca. 18 bis 19 m hoch. Das oberste Stockwerk ist eingestürzt, so dass der Turm heute noch ca. 14,5 m hoch ist. Im 13. Jh. v. Chr.  umbauten die Nurraghier den Turm mit einem rhonusförmigen Mauerring mit 4 Ecktürmen. Im 10. bis 7 Jh. v. Chr. folgte ein weiterer Mauerring mit Rundtürmen. Im Hof vor dem Hauptturm befindet sich ein 20 m tiefer Brunnen. Die ersten Behausungen des Rundhüttendorfs entstanden etwa 1000 v. Chr. auf der Ostseite der Anlage. Nach der Eroberung der Anlage durch die Punier und die Schleifung der Außenmauern bauten die unterworfenen Nurraghier ihre Häuser eng innerhalb des zerstörten Mauerrings. Etwa 150 Hausruinen wurden gefunden.

01. Mai 2026

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Nurraghe Arrubiu

Nuraghe Arrubiu (rote Nuraghe) auf dem Gebiet der Gemeinde Orroli (Provinz Sud Sardegna)

Aufnahmen vom 30. April 2026

Der Komplex wird auf das 15. Jahrhundert v. Chr. datiert. Im 9. Jh.v.Chr. stürzte die Anlage teilweise ein und wurde aufgegeben. Während der römischen Herrschaft über Sardinien wurde sie wieder genutzt. Die Nurraghe Arrubiu ist der größte erhaltene Komplex aus der Zeit der Nurraghenkultur. Fünf sekundäre Türme umgeben den zentralen Turm (Fünfeckbastion). Die inneren Türme sind Teil der massiven Mauer, die den zentralen Turm umgeben. Weitere 12 Türme waren Bestandteil der äußeren Mauer. In einer dritten Kurtine gibt es Reste weiterer Türme. Mauern und Türme bestehen aus großen Steinblöcken, deren Zwischenräume sind mit kleineren Steinen aufgefüllt. Die Türme verjüngen sich nach oben in einer Art Kraggewölbe und haben heute oft an der Spitze eine Öffnung. Der Rest des zentralen Turms ist heute noch ca. 16 m hoch, war ursprünglich aber bedeutend höher. Er enthielt 3 Stockwerke. Man geht heute nicht mehr von der Annahme aus, dass die Anlagen um den Zentralturm zur Verteidigung errichtet wurden. In der Umgebung fand man außer 3 Rundhütten keine weiteren Hinweise auf Siedlungen (Infos aus Wikipedia).

Die wissenschaftliche Erforschung der Anlage ist zur Zeit eingestellt. Die namensgebende rote Farbe der Steine geht auf den Bewuchs mit einer orangefarbenen Flechte zurück, die nach dem Absterben die rote Farbe auf den Steinoberflächen zurücklässt.

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Seulo und Umgebung

Seulo

Aufnahmen vom 29. April 2026

Seulo (lokal Seúlu) ist eine Gemeinde mit 766 Einwohnern (31.12.2024) in der Provinz Nuoro/Sardinien. Der Ort liegt 74 km nordnordöstlich von Cagliari 797 m über dem Meer an einem Hang am Fuß des Gennargentu-Massivs inmitten von Schluchten und Kalksteingipfeln. Das Gemeindegebiet ragt in die sardischen Nationalparks Parco Nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu und Parco Geominerario Storico de Ambientale della Sardegna. Die Bebauung des Ortes wirkt eher schlicht. Seulo ist eine sog. Blaue Zone, wo ein erheblicher Anteil der Bevölkerung sehr alt ist. 2016 waren 20 Einwohner über 100 Jahre alt. Als Erwerbszweige fallen auf: Schafhaltung, Weinbau, Olivenanbau, Forstwirtschaft und Tourismus. Die intensive Schafbeweidung von Hanglagen hat zur massenhaften Vermehrung hübsch blühender, giftiger Liliengewächse (Affodil) geführt, die von den Schafen nicht gefressen werden können, ein Bild, dass leider für ganz Sardinien typisch ist. Die Wälder in den Nationalparks wurden teilweise statt mit Steineichen, Korkeichen, etc. mit schnellwüchsigen Pinien uns anderen ortsfremden Kiefernarten aufgeforstet, die leider ausgesprochen brandgefährdet sind. Weinreben werden im April/Mai mit Pestiziden behandelt, was weithin geruchlich wahrnehmbar ist. In einem schmalen Streifen entlang der gewundenen Landstraßen außerhalb von Seulo fanden wir zahlreiche Pflanzen, darunter verschiedene Orchideenarten, die auf den Schafweiden verschwunden sind. Bereits Ende April waren die von den Höhen herabschießenden Quellbäche abflussarm.

 

 

Umgebung von Seulo

Aufnahmen vom 29. April 2026

 

 

 

Cagliari: Altstadtrundgänge und Botanischer Garten

Cagliari: Altstadtrundgänge

27. April und 10. Mai 2026

 

Botanischer Garten von Cagliari

Aufnahmen vom 10. Mai 2026

Der Botanische Garten in der Via SantÍgnazio da Laconi 11, der von der Universität Cagliari betrieben wird, ist mit 5 ha Fläche eher klein. Er wurde 1864 in der Sohle des Palabandatals angelegt. Besonders erwähnenswert sind einige große, alte Bäume neben römischen Relikten. Leider befindet sich die Anlage in einem eher beklagenswerten Zustand. Bei unserem Besuch hatten wir den Eindruck, dass die letzten Pflegemaßnahmen etliche Monate zurücklagen. Ein Gewächshaus mit Kakteen und anderen Sukkulenten konnte nicht betreten werden. Die Luft, die dort entwich, war mit Pestiziden übersättigt.