Fotoalbum Kategorie: México-Baja California 02-03/2022

Guerrero Negro 03/2022

Rundgang durch den Ort, Fahrt zur Alten Werft mit dem Leuchtturm, Fahrt zur Laguna Oja de Liebre

In den letzten 25 Jahren hat sich das Örtchen Guerrero Negro zu einer kleinen Stadt entwickelt. Für den Durchreisenden bietet der Ort von der Meersalzproduktion geprägte Ort, abgesehen von Bankautomaten, nicht viel von Interesse. Wir haben das geschäftige Zentrum auf uns wirken lassen, haben die obligatorische Fahrt zum alten Hafen mit dem historischen Leuchtturm unternommen und haben der Lagune Oja de Liebre, dem Ausgangspunkt von Touren zur Grauwal-Beobachtung, einen Besuch abgestattet. Auf dem Weg zur Lagune durchquert man Gelände der Salzfabrik mit diversen Kanälen und Eindampfbecken.

Aufnahmen vom 27. und 28. Februar 2022

Von Cataviña über Bahia de los Angeles nach Vizcaino 02-03/2022

Von Cataviña bis San Isidoro

Von Cataviña bis zum Abzweig der Méx 12 führt die Nacional 1 entlang der Längsachse durch den Parque Natural (Naturpark) del Desierto Central de Baja California (Zentralwüste von Baja Californien). Am Tag der Reise wehte ein scharfer, kalter Wind, der es angeraten sein ließ bei den Exkursionen eine dichte Jacke zu tragen. Der Naturpark ist weitestgehend frei von Nutzungen und Zäunen. Müllablagerungen säumen leider wie überall auf der Baja California die Straße. Die temporären Fließgewässer und Flachseen lagen völlig ausgetrocknet. Stellenweise hatte der Mangel an Niederschlägen selbst die an die Halbwüste angepassten Sukkulenten (z.B. Yuccas) geschädigt. Die Landschaft ist weithin geprägt vom lang zurückliegendem Vulkanismus, großflächige Basaltdecken weisen darauf hin. Wer sich für Kakteen und andere Pflanzen der Halbwüste interessiert, kommt hier aus dem Staunen nicht heraus. Neben den baumartigen Cardones (Pachycereus pringlei) und den bizarren Stangen von Idria Columnaris fallen besonders die säulen-oder tonnenförmigen Ferocacteen als weihin sichtbare Charakterpflanzen ins Auge. Südöstlich von Cataviña ist Ferocactus gracilis weit verbreitet. Die ältesten und größten Exemplare kommen hier auf Wuchshöhen bis zu 1,5 Meter. Die Farbe der Bedornung ist nicht einheitlich, neben braunviolett bedornten Exemplaren sind leuchtend rot bedornte Pflanzen zu finden. Im Jugendstadium hat Ferocactus gracilis eine kugelförmige Gestalt, die sich je nach Durchmesser tonnenförmig oder säulenförmig auswächst. Etwa ab Kilometer 211 der Méx 1 löst eine andere Art Ferocactus gracilis ab. Diese Kakteen besitzen einen größeren Durchmesser und wachsen generell tonnenförmig, die größten von uns angetroffenen Exemplare hatten eine Wuchshöhe von 1,2 m. Diese Population hatte Blütenknospen oder bereits geöffnete, gelbe Blüten. Auffällig ist die Bedornung: hellbraunviolett bis kräftig weinrot gefärbt, mit wirren, langen, mehr oder weniger nach unten gebogenen Mitteldornen. Die wirre Bedornung ist ein Erkennungsmerkmal von Ferocactus acanthodes ssp. tortulispinus. Vertreter dieser Art fanden wir bis zum Abzweig der Méx 12 nach Bahia de los Angeles, dort wachsen sie in Gesellschaft von Ferocactus gracilis. Bei Pedregoso fiel östlich der Méx 1 eine langgestreckte, staubige Ebene auf, im Osten von einer Hügelkette begrenzt. In der Landkarte ist an dieser Stelle ein See eingezeichnet, der offenbar nur periodisch nach Niederschlägen aufgefüllt wird. Das Spektrum der Sukkulenten wird hier durch die baumartig wachsende Yucca valida erweitert, deren Exemplare teilweise durch anhaltende Trockenheit geschädigt waren. Bei Parador Punta Prieto zweigt die Nacional 12 nach Osten zur 12 Golfküste ab.

Aufnahmen vom 26. Februar 2022

 

 

 

Von Parador Punta Prieto an der Méx 1 auf der Méx 12 nach Bahia de los Angeles am Golf von Californien

Nördlich von Parador Punta Prieta verlässt die Méx 1 das langgestreckte Gebiet des Parque Natural del Desierto Central de Baja California und wendet sich nach Süden der Pazifikküste zu. Die bei Punta Prieta nach Osten abzweigende Méx 12 quert den Gebietsstreifen des Naturparks und führt dann an die Golfküstemit dem verschlafenen Örtchen mit Flugplatz Bahis de los Angelos. Der Ort ist Ausgangspunkt zur Erreichung der Insel Angel de la Guarda und weiterer der Golfküste vorgelagerter Inseln. Die Inseln und das umgebende Meeresgebiet zählen zum Naturpark der zentralen Wüste.

Glücklicherweise fanden wir für eine Nacht Unterkunft im wohl besten Hotel unserer Baja California-Reise, dem Hotel Los Vientos an der Küste etwas nördlich des Ortes.

Aufnahmen vom 26. Februar 2022

 

Von Bahia de los Angeles auf der Méx 12 nach Parador Punta Prieta an der Méx 1

Am nächsten Morgen fuhren wir die Méx 12 zurück, dabei widmeten wir der Halbwüste bei etlichen Stops, verbunden mit kleinen Exkursionen links und rechts der Straße, mehr Aufmerksamkeit als bei der Hinfahrt. An den Tagen davor war genug Regen gefallen, um den Sandflächen entlang eines temporären Bachs westlich von Bahia de los Angelos mit rotvioletten, gelben und weißen Blüten zu sprenkeln, am auffälligsten war die Masse der Blütenkugeln der Sandverbenen. Der Bachlauf selbst war völlig ohne Abfluss. Die Pflanzen der Halbwüste waren teilsweise die Üblichen: Cardones (Pachycereus prniglei), Idria columnaris, Cylindropuntia molesta, daneben erstmals wahrgenommen die zierliche Cylindropuntia tesajo, Yucca valida, Pedilanthus-Arten (u.a. Pedilanthus macrocarpus) und, ebenfalls für uns neu: ein Ferocactus mit besonders breiten, sehr roten, nach unten gebogenenen Mitteldornen, mitunter etwas verdreht, vermutlich Ferocactus gracilis subsp. coloratus, oft in voller Blüte stehend, mit strohgelben Blüten mit breiten, dunkelroten Mittelstreifen, welche die Blüten aus einigem Abstand insgesamt dunkelrot wirken lassen.

 

 

Von Parador Punta Prieta auf der Méx 1 nach Vizcaino

Die flache Landschaft entlang der Méx 1 bis Guerrero Negro war abgesehen von stattlichen Ferokakteen weniger spektakulär. Unser erstes Tagesziel war Guerrero Negro, um unsere dort unseren Bargeldvorrat aufzufüllen. Nach dem das erreicht war und nach dem Besuch eines guten Restaurants fuhren wir zügig nach Vizcaino weiter, zum reservierten Hotel.

 

Cataviña 02/2022

Exkursionen durch das Kakteen- und Sukkulentenland bei Cataviña

Das Hotel Misión (vorher Desert Hotel), das Dorf an der Méx 1, ein trockenes Bachtal u.a. mit den „Blauen Palmen“ (Brahea armata), das Gehöft Santa Inez mit Restaurant, der Kakteen- und Sukkulenten-Buschwald mit den ihn überragenden Riesen von Pachycereus pringlei und Idria columnaris, mit besonders alten und großen Exemplaren von Ferocactus gracilis und mit den bizarren Baumgestalten von Pachycormus discolor.

Aufnahmen vom 25. Februar 2022

 

 

Exkursion zu den Petroglyphen nördlich von Cataviña bei Kilometer 176 der Méx 1

San Telmo bis Cataviña 02/2022

Fahrt von San Telmo de Abajo nach Cataviña

mit Aufnahmen bei Colonia Camalú, Colonia Vicente Guerrero, Lázaro Cárdenas, El Socorro, El Rosario und zwischen El Rosario und Catavina an vielen Stellen.

Von San Telmo de Abajo über Colonia Vicente Guerrero bis Lázaro Cárdenas begleitet ein Schlauch von Gewerbebetrieben unterschiedlicher Art die Méx 1, die hier in Nord-Süd-Richtung im Abstand von 500 Metern, mitunter weniger, der Küste folgt. Besonders auffällig sind riesige Foliengewächshäuser von Gartenbaubetrieben.  Nach Osten geht der Blick auf die Schneeberge der Sierra San Pedro Martír und die Vorberge. Es blies ein starker, kalter Wind. Südlich von El Socorro nähert sich die Nacional der Pazifikküste bis auf 100 Meter an, Sanddünen mit einer schütteren braunen Staudenvegetation bestimmen hier das triste Landschaftsbild. Vor El Rosario wendet sich die Straße von der Küste ab und passiert ein Naturreservat. Eine Kontrollstation des Militärs war gerade unbesetzt. Mit etwas Mühe fanden wir in El Rosario eine Restaurant für ein spätes Mittagessen, bei Pemex konnten wir den Autotank füllen. Östlich von El Rosario wendet sich die Méx ins Innere der Halbinsel, die Vegetation wird immer bemerkenswerter. Nach der Überquerung des Rosario-Flusses sind die Hügel bestückt mit Tausenden von den Stangen der merkwürdigen endemischen Cirius-Bäume (Foquiera columnaris), die hier ihre nördliche Verbreitungsgrenze haben. Im Licht der Nachmittagssonne sind die Kugeln und Säulen der Ferocacteen (Ferocactus gracilis) nicht zu übersehen. Ein dichter Mantel aus langen, nach unten gebogenen, rotbraunen bis leuchtend roten Dornen schützt die Kakteen dieser Art, deren Verbreitungsgebiet hier beginnt. Ab der Mesa la Sepultura begleiten weitere Charakterpflanzen der Baja California die Talmulden und Hügel beiderseits der Straße: einige der größten Exemplare der baumartigen, bis 18 Meter Höhe erreichenden Cardones-Kakteen (Pachycereus pringlei) konnten wir hier finden, daneben Lophocereus schottii, Machaerocereus gummossos, Agaven, Opuntien, Cylindropuntien und Echinocereen. Bei einbrechender Dunkelheit und Temperaturen nicht sehr weit vom Nullpunkt entfernt, erreichten wir das Hotel Misión, das auch schon den Namen Desert Inn trug.

Aufnahmen vom 24. Februar 2022

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Rancho Meling und Umgebung 02/2022

Von der Meling-Ranch nach San Telmo Abajo

Aufwachen bei strahlendem Sonnenschein und Reif auf der Wiese, am Horizont die verschneiten Berge der Sierra San Pedro Martir .
Die Fahrt zurück zur Mex 1 ging vorbei an Ranchos mit ausgeräumten Flächen in der Ebene und Randhügeln mit unterschiedlich deutlichen Spuren der Verwüstung durch wiederholte Brände. Um das Örtchen Sinaloa hatte ein Brand viele große Kakteen als braune Gerippe zurückgelassen, doch auch die Spuren der Regeneration waren nicht zu übersehen. Die heftigen Schnee- und Regenfälle des Vortags in der Sierra hatten den San Telmo-Fluss in der Ebene nicht erreicht, sein Bett war völlig trocken.

Aufnahmen vom 24. Februar 2022

 

Kakteen, u.a. Ferocactus acanthodes und Ferocactus viridescens ssp. littoralis und Echinocereus engelmannii neben anderen Sukkulenten auf dem Gelände der Meling Ranch, Baja California am Fuß der Sierra San Pedro Martír. Fragen nach der Häufigkeit der gelegten Brände beantworten die Eigentümer des Rancho nicht, auch die zweite Meling Ranch, Rancho Coyote, schweigt sich zu diesem Thema aus. Das mag daran liegen, dass die Meling-Familie nicht zuletzt an der angeblich intakten Natur interessierte Gäste anziehen möchte.

Aufnahmen vom 23. Februar 2022

 

Von der Sierra San Pedro Martír vorbei an Meling in Richtung San Telmo

Aufnahmen vom 23. Februar 2022

 

 

Meling Ranch in Baja California, Fero- und Echinocacteen auf Weideflächen, Fahrt bei ergiebigem Schneefall zum Nationalpark Sierra San Pedro Martír und zurück zur Meling Ranch

An diesem Morgen war es  für unseren Geschmack im Raum und mit 4 Grad Celsius erst recht im Freien eindeutig zu kalt. Im Büro- und Restaurantgebäude brannte bald ein Feuer im Kamin und wärmte uns beim Frühstück. Neben uns war nur ein weiteres Paar mit einem Camper zu Gast. Unser Tagesziel war der Nationalpark Sierra San Pedro Martír, bis zum Observatorium sind es von Meling etwa 40 Kilometer. Wir waren noch nicht weit gefahren, als wir linkerhand auf dem eingezäunten Ranchgelände Ferocacteen erkannten. Das Tor ließ sich leicht öffnen. Schnell wurde klar, dass auf dieser zum San Telmo-Fluss abfallenden Fläche sehr viele Feros stehen. Der niedrige Buschwald wies deutliche Brandspuren auf, der letzte Brand war vermutlich nicht länger als ein Jahr her. Glücklicherweise hatten viele Kakteen, neben Feros auch Echinocereen und Mammillarien das Feuer unbeschadet überstanden, die ältesten Exemplare wiesen die deutlichsten Brandschäden auf, hier und da lagen zerstörte Kakteen. Keineswegs war es wärmer geworden und es war dicht bewölkt und es regnete ergiebig. Nicht besten Voraussetzungen zum Fotografieren. Die meisten Ferocacteen zählten zur rot bedornten Version von Ferocactus acanthodes, daneben waren Exemplare der gelb bis orange bedornten Version vertreten. Die erkennbaren Blütenreste waren aus dem Vorjahr, neue Blütenknospen noch nicht angelegt. Wir stießen dann auf einen stattlichen Ferocactus mit hellerer Bedornung und weit entwickelten Blütenknospen, ein Vertreter der Art Ferocactus viridescens ssp. littoralis. Erst bei einem zweiten Besuch der Fläche gegen Abend entdeckten wir weitere, jüngere Pflanzen dieser Art an, die früher häufig gewesen sein soll. Wir fuhren dann, immer wieder für kleinere Erkundungen haltend, bergauf durch Ranch-Gelände in Richtung Nationalpark. Nebel unter tiefhängenden Wolken, heftiger Wind und kalter Regen, der bald mit Schnee vermischt war, schließlich feuchter Schnee. Mit Sommerreifen wurde das Weiterfahren zum Risiko, Wenden mit Gas bei angezogener Handbremse. Dann ein Gang in den Winterwald, soviel Schnee hatten wir seit vielen Jahren nicht erlebt. Aus Richtung Observatorium kam ein Schneepflug, für uns die Gelegenheit ein weiteres Mal zu wenden und auf der freigeräumten Straße zu folgen. Im Hochwald des Schutzgebiets zwang uns das heftige Schneetreiben ein weiteres, letztes Mal zum Umkehren.

Aufnahmen vom 23. Februar 2022

von Ensenada bis Rancho Meling 02/2022

Stationen: Weinanbaugebiet südöstlich Santo Tomas (Weinstraße), bei San Vicente, Weinanbaugebiet südlich San Vicente, bei El Salado (Hang mit Kakteen und Agaven), Straße von San Telmo de Abajo nach Osten in Richtung Parque Nacional Sierra de San Pedro Martír bis zum Rancho Meling

Die Mex 1 wird südlich von Ensenada an mehreren Stellen zur Autobahn ausgebaut. Ein Schlauch aus chaotischem Gewerbe aller Art begleitet die Straße, Orte gehen ineinander über, Abgrenzungen nicht erkennbar. Wir nahmen dann eine Stichstrasse Richtung Pazifikküste nach Bufadora. Das ist eine Küstengeysir, der Dampffontänen spuckt. Entlang der Sackstrasse sind eine große Zahl Bezahlparkplätze, Toiletten und Buden aufgereiht. An Wochenenden ist hier sicher der Teufel los, nicht heute bei Regen.
Die Mex 1 wurde im weiteren Verlauf bereits ausgebaut, begradigt, verbreitert. Gelegentlich sieht man noch Abschnitte der alten, schmäleren, kurvigeren Straße. Starker Regen im Gebirge, dann Sonne und heftiger Wind. Weinstrasse heisst dieser Abschnitt der „Nacional Uno“. Die Zahl der Weingüter hat sich augenscheinlich in den letzten 20 Jahren sehr vermehrt, von der ursprünglichen Vegetation ist nichts mehr da. Neben der Rinderzucht ist der Weinbau die zweite Monstrosität der Region.
Cattle-Ranches säumen die Straße von San Telmo in die Sierra San Pedro Martir bis fast zur Grenze des Sierra San Pedro Martír (vom Naturpark zum Nationalpark hochgestuft), die Rindviecher stehen ungeeignetem Gelände. In der Ebene wird der Boden planiert, bereichsweise mit Grundwasser bewässert, erkennbar an den sich kräftig grün von der eher braunen Umgebung abhebend, die umgebenden Hügel lässt man alle paar Jahre abbrennen, teilweise offenbar häufiger. Ist a Crime.
Es wurde kälter und kälter. Die Meling-Ranch wirkt etwas heruntergekommen, die Gästegebäude sind in schlechtem Zustand. Es gibt keine Heizung außer Kanonenöfen, die mit Wurzelholz befeuert werden, und auch kein warmes Wasser. Die grossen Ferokakteen sind von manchen Flächen nahe der Ranch verschwunden.
Wir versuchten die Nacht ohne Frostschäden zu überstehen. Morgen wollen wir mit einem Comida para llevar  (Lunch-Paket) lieber in die Berge.

Die Meling-Ranch wird nach Auskunft ihrer Website seit 115 Jahren von der Meling-Familie, bzw. von einem Zweig des Clans, gehalten. Viehhaltung  (um die 100 Rinder auf rund 10.000 acres bzw. ca. 40 km² Buschland, 0,4 km² pro Rindvieh) und Gästebetrieb sind die beiden Einkommensquellen. Hervorgehoben wird das reiche „Wildlife“ in der Umgebung. Verschwiegen wird dagegen die nach wie vor praktizierte Feuerökonomie: Die Spuren von nicht lang zurückliegenden Bränden sind allgegenwärtig. In Abhängigkeit vom Boden und der Häufigkeit der gelegten Brände weisen große ehemaligen Buschlandflächen nur noch eine völlig degradierte, artenarme Vegetation auf. Von den Feuern verspricht man sich offenbar bessere Weidebedingungen für den Viehbestand. Auf Anfragen nach den Bränden und Naturschutz (Häufigkeit, ausgenommene Flächen) reagieren die Melings nicht.

Die Gästeunterkünfte sind mit ihrer spartanischen Ausstattung überteuert.

Aufnahmen vom 22. Februar 2022

Ensenada 02/2022

Bufadora bei Ensenada

Aufnahmen vom 22. Februar 2022

 

Ensenada

Von unseren Gastgebern wurden mit dem Auto von LA nach San Diego an die mexikanische Grenze gebracht. Wir hatten ein Greyhound-Ticket für den Transport zum Airport von Tijuana, dort war unser Mietauto abzuholen. Dumm nur, dass der Greyhound-Schalter geschlossen war und es sich nicht herausfinden ließ, wo der richtige Abfahrtsplatz ist. An beiden möglichen Orten kam kein Bus an. Letztlich schoben wir unsere Koffer über die Fußgängerbrücke nach Tijuana und waren in Mexico, allerdings ohne die nötigen Einreisedokumente. Die konnten wir am Flughafen noch beschaffen. Ziemlich spät brachen wir in Richtung Ensenada auf. Die Cuota (Bezahlautobahn) führt durch eine völlig surreale Landschaft wie aus einem Katastrophenfilm über eine Zeit nach dem Zusammenbruch der Zivilisation. Die Straße wurde in die Küstenberge gesprengt, links und rechts wird sie über 50 km von einem Gemenge aus Strandsiedlungen aller möglichen und unmöglichen Baustile begleitet, durchsetzt von Ruinen aufgegebener und nicht fertig gewordener Hochhausbauten. Erst 40 km vor Ensenada beginnt eine weniger zerstörte Landschaft. Ensenada wirkt dann vergleichsweise ordentlich und zivilisiert. Im Kreuzfahrthafen lagen zwei riesige Touristentanker. Am näcsten Tag haben wir uns den wichtigen Hafen näher angesehen. Der Wetterbericht hatte für heute 13 Grad und Regen angekündigt. Daher waren wir ohne Sonnenschutz und Hut. Okay, ab 11 waren die Wolken weg und die Sonne brannte auf die Birne. Wir stiegen auf einem steilen Pfad durch Müll einen steilen Küstenhügel über der Mex 1 hoch. Dort war ich schon mal vor 26 Jahren. Im Müll interessante Kakteen und andere Sukkulenten. Für die Weiterfahrt zum Rancho Meling war wieder denkbar schlechtes Wetter angekündigt…

Aufnahmen  vom 21. und 22. Februar 2022