FOTOBUCH: Die Zuflüsse des Wickerbachs in Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis

Das Buch „Die Zuflüsse des Wickerbachs in Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis“ mit 284 Seiten und 471 Farbfotos dokumentiert die Hauptzuflüsse Klingenbach und Medenbach sowie alle anderen größeren, kleineren und kleinsten Seitengewässer des Wickerbachsystems von den Quellen bis zur Mündung in den Wickerbach. Es ergänzt das im Juni 2018 erschienene Fachbuch Der Wickerbach und seine Zuflüsse – Porträt eines Gewässersystems in Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis und das Fotobuch Der Wickerbach – Von den Quellen bis zur Mündung aus dem Jahr 2019 und schließt das Thema ab.

Die 12 Kapitel des Buchs orientieren sich an den Einzelzuflüssen wie z.B. dem Alsbach in Naurod und den Zuflussgewässersystemen wie dem Klingenbach- und Medenbachsystem, beginnend am Taunusrand im Norden und dann nach Süden bis zum Landwehrgraben, dem letzten größeren Seitengewässer in Wicker, fortzuschreitend. Gezeigt werden die Fließgewässer und die Landschaft, in die sie eingebettet sind bzw. die Ortschaften oder Ortsteile, die sie durchfließen. Die fotografischen Aufnahmen stammen überwiegend aus den Jahren 2015 bis 2020, einige wenige Fotos aus den Jahren seit 2002. Jedem Kapitel ist eine kurze Einführung vorangestellt, die u.a. die betroffenen Gemarkungen bzw. Ortsteile berücksichtigt.

Das Buch wendet sich an die Bewohner der Wickerbachregion, die meist nur einzelne Bachabschnitte kennengelernt haben, nicht jedoch das Fließgewässersystem in seiner vollen Ausdehnung. Es wendet sich an die Heimat- und Geschichtsvereine, an die lokal vertretenen politischen Parteien, an die lokalen politischen Gremien, an die Naturschutzverbände, an die Landwirte und die lokalen und regionalen Umweltbehörden, deren Vertreter/Innen viel zu selten bis ins Gelände vorstoßen.

Zusammen mit der Karte des Wickerbachsystems, die selbst nur temporär fließende Oberläufe berücksichtigt, wird eine umfassende Gesamtschau eines lokalen Fließgewässersystems vorgelegt, wie sie bisher noch nicht versucht wurde.

Im Jahr 2028 soll das Thema Wickerbach voraussichtlich noch einmal aufgegriffen werden. Es soll dann der Frage nachgegangen werden, zu welchen Veränderungen es im Zehnjahreszeitraum seit dem Erscheinen des Fachbuchs gekommen ist und welche Rolle dabei die Umweltbehörden und die Lokalpolitik dabei gespielt haben.

© 2020 Ernst Kluge

Verlag Weltschaukasten

Softcover A4

ISBN Paperback 978-3-948254-02-5

Preis 45,00 €

zu bestellen direkt beim Autor oder in einer beliebigen Buchhandlung

 

 

Inhalt

Zuflüsse des Wickerbachs

Seite                                                           

 1        Läusbach in Naurod 7                                                                                            7

2        Weitere Quellzuflüsse in Naurod                                                                        18

3        Aubach und Aubach-Flutgraben in Naurod                                                     24

3.1     Zufluss zum Aubach aus dem Kilsloch in Auringen                                        36

4        Alsbach in Naurod und Auringen                                                                       42

5        Querbach in Naurod und Auringen                                                                    50

6        Auslage in Kloppenheim                                                                                       55

7        Kleine Zuflüsse in Igstadt                                                                                     60

8        Medenbach in Auringen, Medenbach und Breckenheim                               65

8.1     Zufluss zum Medenbach aus der Bornwiese in Medenbach                         102

8.2     Zufluss zum Medenbach aus dem Kohlhag-Bauwald                                    107

8.3     Versiegte und temporäre Zuflüsse des Medenbachs aus dem Kohlhaag   112

8.4     Zufluss zum Medenbach aus der Pfingstwiese                                                116

9        Seyenbach und Klingenbach in Bremthal, Wildsachsen, Breckenheim

und Wallau                                                                                                                        123

9.1     Versiegte und temporäre Zuflüsse zum Seyenbach in Bremthal

und Wildsachsen                                                                                                              165

9.2     Fließgewässer In der Hohl in Wildsachsen                                                      172

9.3     Hollerbach in Wildsachsen                                                                                 173

9.3.1  Zwei Zuflüsse des Hollerbachs                                                                           189

9.4     Lotzenbach in Wildsachsen und Langenhain                                                 195

9.5     Thierbach in Langenhain, Wildsachsen und Breckenheim                         208

9.5.1  Massenheimer Graben                                                                                        232

9.6     Rohrgraben in Breckenheim                                                                              237

9.6.1  Teilweise temporärer Zufluss des Rohrgrabens                                             250

9.6.2  Zufluss vom Pfingstborn                                                                                    258

9.7     Zufluss zum Klingenbach aus der Prügelwiese in Breckenheim                260

10      Nordenstädter Bach aus Nordenstadt und Delkenheim                              262

11      Versiegte und temporäre Zuflüsse in Massenheim                                        272

12      Landwehrgraben in Wicker                                                                                279

Der Wickerbach – Von den Quellen bis zur Mündung

FOTOBUCH: Der Wickerbach – Von den Quellen bis zur Mündung

Der Wickerbach – Von den Quellen bis zur Mündung

Fotobuch

 

Das Buch „Der Wickerbach von den Quellen bis zur Mündung – Fotografien“ mit 126 Seiten und 222 farbigen Abbildungen dokumentiert den Hauptbach des Wickerbachsystems auf seiner gesamten Lauflänge. Es ergänzt das im Juni 2018 erschienene Fachbuch „Der Wickerbach und seine Zuflüsse – Porträt eines Gewässersystems in Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis“. Das zuerst veröffentlichte Buch setzt sich insbesondere mit der Entwicklung der Landschaft im Einzugsgebiet des Bachs und ansonsten mit verschiedenen Problembereichen auseinander. Dagegen zeigt der neue Band den Wickerbach und die ihn umgebende Landschaft an Hand von Fotografien aus den Jahren 2015 bis 2018 lückenlos. Es beginnt mit den drei Quellen am Südrand des Taunuskamms, weist auf die Abschnitte hin, wo der Bach verrohrt unter der Oberfläche fließt, zeigt Brückenbauwerke, Rückhaltebecken für Mischwasser, Gebäude ehemaliger Wassermühlen, landwirtschaftlicher Aussiedlerhöfe in Bachnähe, die Mündungen diverser Zuflüsse, die Ufer mit ihrem Gehölzsaum, die umgebende Auenlandschaft, Bachabschnitte innerhalb der Bebauung von Ortstelen der Städte Wiesbaden, Hofheim/Ts. und Flörsheim und die Mündung in den Main. Insgesamt durchquert der Wickerbach zehn Gemarkungen. Den Aufnahmen jeder Gemarkung ist eine kurze Einführung vorangestellt.

 

Ein weiterer für 2019 geplanter Fotoband wird sich mit dem Klingenbach, dem Medenbach und den zahlreichen weiteren Zuflüssen des Wickerbachs befassen und das Thema „Wickerbachsystem“ abschließen.

 

 

Das Fotobuch wendet sich an die Bewohner der Wickerbachregion, die meist nur einzelne Bachabschnitte kennengelernt haben, nicht jedoch das Fließgewässer auf seiner vollen Länge. Es wendet sich an die Heimat- und Geschichtsvereine, an die lokal vertretenen politischen Parteien, an die lokalen politischen Gremien, an die Naturschutzverbände, an die Landwirte und die lokalen und regionalen Umweltbehörden, deren Vertreter/Innen viel zu selten bis ins Gelände vorstoßen.

Zusammen mit dem Buch „Der Wickerbach und seine Zuflüsse – Porträt eines Gewässersystems in Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis“ ,dem für 2019 geplanten Fotobuch über den Klingenbach, den Medenbach und die sonstigen Zuflüsse zum Wickerbach und einer Landkarte mit der vollständigen Abbildung des Wickerbachsystems einschließlich aller nur temporär fließenden Oberläufe wird eine umfassende Gesamtschau eines lokalen Fließgewässersystems vorgelegt, wie sie bisher noch nicht versucht wurde.

 

© 2019 Ernst Kluge

Verlag Weltschaukasten

Softcover A4

ISBN Paperback 978-3-948254-00-1

Preis 32,90 €

 

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Flörsheimer Buchhandlung, Wickerer Straße 13, 65439 Flörsheim a.M.

 

 

Buch: Porträt des Wickerbachsystems

 

 

Karte des Wickerbachsystems

Die vorliegende Karte des Wickerbachsystems (Maßstab ca. 1:15.000) enthält viele Informationen die in anderen Kartenwerken nicht berücksichtigt wurden, so z.B. alle Quellbäche, nur zeitweilig fließende (temporäre) und verrohrte Fließgewässer sowie Stillgewässer (Grundwasserseen, Teichanlagen, Teiche, Tümpel) des Wickerbachsystems. Darüber hinaus werden historische und aktuelle Einflussfaktoren auf das Gewässersystem gezeigt wie z.B. Mühlenstandorte und Mühlkanäle, Trinkwassergewinnungsanlagen und Einleitstellen für Abwasser aus der Mischwasserkanalisation.

Das Gewässersystem des Wickerbachsystems wird blau hervorgehoben dargestellt, andere Gewässer erscheinen grau.

Die Karte kann direkt vom Autor oder von einer beliebigen Buchhandlung bezogen werden.

 

Karte des Wickerbachsystems

Maßstab ca. 1:14.000

ISBN 978-3-948254-04-9, Preis 18,90 €

 

Bremthal: Seyenbach/Grauer Stein

Seyenbach in den Gemarkungen von Bremthal und Wildsachsen, Abstecher zum Grauen Stein in Bremthal: 21. Januar 2018

Gewöhnlich ist vom Seyenbach in der Gemarkung Bremthal und im oberen Wildsachsen nichts zu sehen. Dass die Quellen des Seyenbachs tatsächlich unterhalb der Bebauung von Bremthal zu finden sind, das zeigte sich im Januar 2018 bei einer Schneeschmelze. Das schmale Einzugsgebiet des Seyenbachs in Bremthal wird von zwei Tiefbrunnen der Stadtwerke Eppstein übernutzt, das bedeutet: Es wird für die Trinkwassergewinnung das Grundwasserdargebot voll ausgeschöpft. Dass dies mit Genehmigung der oberen Wasserbehörde geschieht, und obwohl die Stadtwerke Eppstein ihr Wasserrecht nicht voll ausschöpfen, macht die Situation nicht besser. Die Grundwasserförderung muss soweit zurückgenommen werden bis die Quellen des Seyenbachs auch im Sommer wieder schütten.

Medenbach

Der Medenbach in der Gemarkung Auringen und Medenbach (Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 26. Juli und 11. August 2017.

Der Medenbach beginnt heutzutage in der Gemarkung von Medenbach im südlichen Straßengraben der Landesstraße 3028 zwischen der Autobahn 3 und der Trasse der Ländchesbahn nach Niedernhausen. Seine ursprünglichen Quellen sind jedoch weiter nordöstlich in der Gemarkung Bremthal anzunehmen. Durch den Bau der A3 und später der Schnellbahnstrecke nach Köln wurde der Medenbach gekappt. Nach dem Bahndurchlass tritt das anfangs kümmerliche Bächlein in eine Weiden-Sukzession ein. Nach dem Verlassen des Silberweiden-Wäldchens wird der Medenbach zu einem flachen Biotop-Teich gestaut, den Naturschützer auf eigene Faust angelegt haben. In den Distrikten Wellinger östlich des Medenbachs und Roteberg westlich des Bachs fließt der der kleine Bach durch offenes Wiesen- und Ackergelände und wechselt dabei von Medenbach nach Auringen und wieder zurück. Hier und da wurden in den letzten Jahren am Gewässerbett Bäume und Sträucher gepflanzt. Im unteren (südlichen) Distrikt Wellinger erhält der Medenbach aus Westen Zufluss aus einem Quellgebiet und von Osten fließt aus den Distrikten Darmstädter Wellinger und Bornwiese ein namenloses Fließgewässer zu. Danach verläuft die Gewässertrasse im Unterm Wellinger abwechseln am Waldrand oder mehr in den Auewiesen. Aus östlicher Richtung kommt der Abfluss aus zwei weiteren kleinen, namenlosen Fließgewässern hinzu. Verrohrt quert der Medenbach die Trasse der Ländchesbahn im Durchlass eine Wirtschaftswegs und verabschiedet sich hier endgültig aus Auringen. Nun verläuft der Bach am Waldrand in der Kirchwiese bis zum Medenbacher Bolzplatz. Unter dem Bolzplatz und dem angrenzenden Spielplatz wurde der Bach an der Munzenbergstraße auf 250 Meter verrohrt, ohne dass sich der Sinn dieser Maßnahme erschließt. Die weitere Trasse führt durch Gärten, das Gewässerbett ist in diesem Abschnitt mit Nassauer Gestück befestigt. In der Futterwiese östlich des alten Ortskerns von Medenbach vereinigt sich der Medenbach mit dem wiederum namenlosen, aus der Pfingstwiese östlich der A3 kommenden Bächlein. Unterhalb der Wildsachsener Straße (Landesstraße 3018) steht das Gebäude einer Abwasser-Pumpstation der Entsorgungsbetriebe Wiesbaden (ELW) am linken Bachufer. Kurz darauf stößt man auf eine Kanalentlastungsanlage der ELW. Das vergitterte Auslassrohr ist mit Klopapier behängt, ein Hinweis darauf, dass auf eine Filteranlage verzichtet wurde oder sie nicht funktioniert. Zu kritisieren ist zusätzlich, dass die Auslassstrecke rechtwinklig und nicht tangential zum Bach angelegt wurde und keine Bremsung des Abwasserabschlags durch große Steine oder Bäume vorgesehen wurde. Im Distrikt Im Oberen Grund verläuft die jetzt von Schwarzerlen und Silberweiden gesäumte Bachtrasse durch Wiesen, passiert das Gelände, auf dem ehemals die Kläranlage Medenbach stand und erreicht schließlich den Distrikt Unterer Grund. Dort wurde der Bach nach Osten verlegt. Die Verlängerung der ursprünglichen Trasse wird von einem von dichten Gehölzen umgebenen, unbewirtschafteten Teich eingenommen. Unterhalb des Teichs ist der von einem Gehölzsaum eingerahmte Bachlauf tief eingeschnitten. Diesen Charakter behält der Medenbach auch in der Gemarkung Breckenheim bei, die er auf Höhe des Lerchenberg (links vom Bach) und Honiggewann (rechts vom Bach) erreicht, bei.

Pfingstwiesenbach (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden)

Der in den Karten namenlose Bach erhielt den inoffiziellen Namen Pfingstwiesenbach, da er die Pfingstwiese östlich der A 3 durchfließt. Der abflussarme Bach entspringt aus 3 Quellbereichen am Rand einer ausgedehnten Geländemulde in der Gemarkung von Hofheim-Wildsachsen. Zwei der 3 Quellzonen sind wahrscheinlich dräniert. Die 3 Gewässerärmchen vereinigen sich am Rettungsplatz um das Bauwerk des Notausstiegs des Schulwaldtunnels. Die folgende Gewässertrasse bis zur A 3 wurde nach Abschluss der Bauarbeiten für den Schulwaldtunnel unter Berücksichtigung der Topografie angelegt. Während der Bauzeit des Tunnels wurde die Pfingswiese fast auf gesamter Breite für den Baustellenvekehr genutzt und dabei völlig verwüstet. Eine von der Bahn AG beauftragte Firma erledigte die Rekultivierung und die Anlage des Gewässerbetts unter Zeitdruck gemäß der Abstimmung mit der Fachabteilung des Umweltamtes in Rekordzeit sehr zufriedenstellend. Es wurde davon abgesehen, die vor der Bauzeit existierenden naturfernen, dränageartigen Gräben wiederherzustellen. Angelegt wurde ein breites Gewässerbett, in dem das schmale Gewässer seinen Fließweg selbst ausbildete. Die Besiedelung des Rohbodens mit einer Vielzahl von Pflanzenarten durchlief schnell mehrere Stadien bis zum heutigen Zustand. Die Ansiedelung von Gehölzen wurde durch Pflegemaßnahmen der Naturschutzbehörde verhindert. Nach Unterquerung der A 3 fließt der Pfingswiesenbach am Westrand des Steinwalds auf den alten Ortskern von Medenbach zu und trifft in der Fetterwiese auf den Medenbach. Die Kleingärtner am unteren Pfingstwiesenbach nutzen teilweise das kleine Fließgewässer in üblicher Weise: Zur Wasserentnahme, zur Beseitigung von Gartenabfällen, usf.

Am Nordende der Mehlwiese am Ostrand des nördlichen Ortsteils von Medenbach entspringt ein temporäres Fließgewässer, das sich westlich der A 3 mit dem Pfingstwiesenbach vereinigt.

Einen weiteren Zulauf erhält der Pfingstwiesenbach aus dem Bauernheck. Sein oberer Abschnitt ist verrohrt, nach Querung des Wirtschaftswegs am Pfingstwiesenbach besteht ein offener Gewässergraben.

Pfingstwiesenbach und Zuläufe; Aufnahmen vom 11. August 2017

Pfingstwiesenbach vom Quellbereich in der Gemarkung Wildsachsen bis zur Mündung in den Medenbach; Aufnahmen vom 03. August 2016

Pfingstwiesenbach in der Pfingstwiese; Aufnahmen vom 08. Juli 2008

 

Pfingstwiesenbach nach der Profilierung des Baustellengeländes (Notausstieg Schulwaldtunnel der Schnellbahnstrecke Frankfurt – Köln) in der Pfingstwiese; Aufnahmen vom 26. März 2002

 

Namenloses Fließgewässers mit Ursprung im Distrikt Darmstädter Wellinger zum Medenbach (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 11. August 2017

Der Quellbach wurde nach dem Verlassen des Waldes an den südlichen Rand der Bornwiese verlegt. Er unterquert die Autobahn 3 und die Trasse der Ländchesbahn in Gewölbe-Tunnels. Der Gewässerabschnitt zwischen der A3 und der Bahn wird nur selten begangenen.

 

Namenloser Zufluss zum Medenbach aus dem Schulwald (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Der kleine Bach entspringt östlich der A3. Er unterquert die Autobahn-Trasse in einem Rohrdurchlass und fließt anschließend in einer Miniaturschlucht bis zu einem Gewölbe-Durchlass unter der Trasse der Ländchesbahn. Nach dem Bahn-Durchlass wurde das Gewässer aus unerfindlichen Gründen umgeleitet und mündet schließlich in den Medenbach.

Aufnahmen vom 11. August 2017

 

Namenloser Zufluss zum Medenbach aus dem Kohlhaag (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 11. August 2017

Das kleine Fließgewässer entspringt östlich der A3 und unterquert die Autobahn in einem Durchlass mit geringem Durchmesser. Es fließt dann nördlich der Bebauung durch den Kohlhaag und passiert zwei Tümpel. Vor dem Erreichen eines hohen Gewölbeduchlasses unter der Trasse der Ländchesbahn verschwindet das Gewässer vermutlich in einer Verrohrung.

Wicker

Wickerbach in der Gemarkung von Wicker

Die Aufnahmen entstanden am 18. Januar 2017, einem sonnigen aber kalten Wintertag, am Wickerbach in der Gemarkung Wicker (Flörsheim-Wicker, Main-Taunus-Kreis).

 

Wickerbach oberhalb der Wiesenmühle, Gemarkung Wicker

Aufnahmen vom 06. September 2017

Landgraben in der Gemarkung von Wicker

Aufnahmen vom 06. September 2017

Es ist nicht zu erkennen, wo das Fließgewässer ursprünglich seinen Anfang nahm. Heutzutage entsteht es aus dem Überlauf eines Rückhalte- und Versickerungsbeckens am Rand des Betriebsgeländes der Hausmülldeponie Wicker, das von Zuflüssen aus der Abfallanlage gespeist wird. Der obere Landgraben hat den Charakter eines Wegeseitengrabens. Aus der Gemarkung Hochheim trifft von Westen ein Graben auf den Landgraben, der bei Überlastung der Kanalisation von Hochheim mit Abwasser vermischtes Regenwasser ableitet, aber sonst trocken ist. Der untere Landgraben verläuft in einem Gehölzstreifen, der seitlich des Wirtschaftsweg in Richtung Wiesenmühle angelegt wurde. Vor der Wiesenmühle gelangt der Abfluss des Landgrabens in ein Feuchtgebiet und erreicht diffus den Wickerbach.

Flörsheim

Mühlgraben zur Obermühle oder Traisermühle

Aufnahmen vom 11. Juli 2019

Der Restabfluss des Wickerbachs wurde am 11. Juli vollständig in den Mühlkanal eingeleitet und versickerte vor dem Erreichen der Obermühle im Kanalboden. Auch unterhalb der Mühle war der Kanal  abgesehen von ein Pfützen in Kolklöchern vollständig ausgetrocknet.

Nach wie vor ist die überfällige Aufteilung des Wickerbachwassers zwischen Bach und Mühlkanal nicht geregelt; es ist offen, ob der der Obermüller auf den Vorschlag der Oberen Wasserbehörde eingeht und sich mit einem 1/3 des Bachwassers begnügt. Eilig hat es die Genehmigungsbehörde nicht, obwohl Eile geboten wäre.

An dem Beispiel Obermühle wird auch sichtbar, dass der hessische Mindestwassererlass nicht praxistauglich ist, anderenfalls wäre eine neue Verwaltungsvereinbarung (2/3 zu 1/3-Regel) nicht erforderlich gewesen.

Wickerbach zwischen Wiesenmühle und der Mündung in den Main

Aufnahmen vom 11. Juli 2019

Anfang Juli veröffentlichte die Lokalpresse ein Foto von der sog. Riegelrampe an der Wiesenmühle; die Bachrampe mit den zu Querriegeln gesetzten Steinquadern war gänzlich ausgetrocknet.  Die folgenden Aufnahmen zeigen den Wickerbach oberhalb der Riegelrampe, die Rampe selbst, den Wickerbach kurzb oberhalb der Obermühle, am Klärwerk und an der Mündung in den Main.

Kurz oberhalb der Wiesenmühle hatte der Wickerbach noch geringen Abfluss, war aber nahe am austrocknen. Der geringe Restabfluss wurde gänzlich in den Mühlkanal zur Obermühle geleitet, er kam dort aber nicht an, sondern versickerte vorher im Bett des Mühlkanals. Der Mühlkanal besitzt keine Sohlabdichtung; da sein Bett deutlich höher als das Bachbett des Wickerbach liegt, ist er bei Trockenheit nicht in den Grundwasserstrom eingebettet und verliert den Abfluss in den Untergrund.

Unterhalb der ausgetrockneten Riegelrampe bildete sich im Bett des Wickerbachs wieder aus Grundwasserzustrom ein minimaler Abfluss, vielleicht genug, um der Gewässerfauna in Eintiefungungen das Überleben zu ermöglichen.

An der Kläranlage war die Situation des Wickerbachs oberhalb der Einleitung gereinigten Abwassers unverändert.

Der Mündungsbereich des Wickerbachs wird vom Main beeinflusst, so dass dort die Austrocnung des Gewässerbetts nicht spürbar war.

Die Mündung ist ein versteckter, schwer erreichbarer Ort. Dort ist ein Zeltdach aufgeschlagen, dass (illegalen? Anglern als Stützpunkt dient.

Wickerbach zwischen der Wiesenmühle und der S-Bahntrasse in Flörsheim-Keramag

Aufnahmen vom 05. Juni 2019

Bereits Anfang Juni war der Abfluss im Wickerbach deutlich unterdurchschnittlich. Zu den allgemeinen Ursachen (Abflussentzug durch die Trinkwassergewinnung im Taunus, durch die Herausleitung des Abwassers zum Hauptklärwerk in und zum Klärwerk des Abwasserverbands Flörsheim, durch Brauchwassernutzung von Landwirten) kommen die Auswirkungen des heißen und niederschlagsarmen Sommers des Vorjahrs. Die Aufteilung des Wickerbachabflusses unterhalb der Wiesenmühle in einen Mindestabfluss von 20 l/s für den Bach und die Hauptmenge für den Mühlkanal zur Obermühle ist gewässerökologisch und wasserrechtlich nicht gerechtfertigt. Leider scheint das die Wasserbehörden (Untere Wasserbehörde des MTK in Hofheim und Obere Wasserbehörde/RP in Wiesbaden) nicht weiter zu kümmern.

Die Aufnahmen entstanden am 28. Dezember 2016 am Wickerbach in der Gemarkung Flörsheim (Main-Taunus-Kreis) zwischen der Wiesenmühle und der Mündung des Wickerbachs in den Main.

Die Familie Traiser hatte ein historisches Wasserrecht für die Beschickung des oberschlächtigen Mühlrads der Ober- oder Traisermühle nach den Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetz neu eintragen lassen. Das Mühlrad wurde durch eine Turbine zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf und für die Einspeisung ins Netz ersetzt und der Mühlkanal geräumt und reaktiviert. Mehrmals wurde der Wickerbach am Wehr unterhalb der Wiesenmühle vom Müller Traiser abgesperrt und das gesamte des Wasser des Wickerbachs in den Mühlkanal geleitet, um die Turbine auszulasten. Nie wurde deshalb ein Ordnungswidigkeits-Verfahren eingeleitet. Der wasserrechtliche Bescheid für Ableitung von Wickerbachwasser in den Mühlkanal besteht lediglich auf einem Restabfluss im Wickerbach von 20 Liter/Sekunde, die Hauptmenge des Wassers fließt in den Mühlkanal zur Turbine, eine mutlose und gewässerökologisch bedenkliche Entscheidung der Oberen Wasserbehörde. Die Gefällestrecke im Wickerbach unterhalb des Mühlkanal-Wehr erhielt eine Gestaltung mit mehreren Barrieren aus Taunus-Quarzitblöcken. Die für eine Renaturierungsstrecke für einen Mittelgebirgsbach nahe der Mündung durchaus unübliche Gestaltung ist immerhin gut gemeint. Das wenige Wasser, das bei Trockenwetter im Hauptlauf des Wickerbachs verbleibt, soll durch die Spalte so schnell fließen, um die Fische durch die Lockströmung zu animieren hier durchzuschwimmen, statt in den Mühlkanal. Wie aber kaum anders zu erwarten war, spielen Kinder und Erwachsene im Bach und verändern die Strömungsbedingungen. Das alles geschieht, damit die Turbine der Traisermühle viel Strom erzeugen und der Müller guten Gewinn machen kann.

Massenheim

Erweiterungsbau der Wickerbachmühle im Herbst 2019

Aufnahmen vom 10. Dezember 2019

Quellgebiet und Schilfgarten oberhalb der linken Wickerbachaue und Abflussgraben zum Wickerbach, 23. Juli 2019

Quellaustritte im Hang unterhalb des Wirtschaftswegs zwischen Massenheim (Höhe Kirche) und Dekenheim speisen den von der Naturparkverwaltung Rhein-Main angelegten Schilfgarten. Vor der Anlage des Schilfgartens befand sich an dieser Stelle eine Weidefläche, die der Naturpark erworben hat. Quer zum Hang verlaufende Gräben wurden angelegt, um das Quellwasser zu versickern und das Schilf soll das aus dem Hang austretende Wasser verdunsten. Die Projektziele muten angsichts der Abflussarmut des Wickerbachs und des Verlustes mehrerer Quellgewässer in der Gemarkung Massenheim eher kontraproduktiv an. Aus der Schilfzone führt ein drainageartiger Wassergraben hangabwärts zum Wickerbach. Von Spätherbst bis Frühling führt der Graben Wasser, im Sommer und Frühherbst liegt der Graben trocken. Die Trasse des Wassergrabens ist zu schmal für die Entwicklung eines naturnahen Quellgewässers; die zweimalige Änderung der Laufrichtung im 90° Gradwinkel führt bei erhöhten Abfluss zwangsläufig zum Überlaufen des Grabens. Die beteiligten Behörden und Einrichtungen (Stadt Hochheim als Gewässereigentümer, Untere Wasserbehörde MTK und die Naturparkverwaltung) sollten sich gemeinsam um die Renaturierung des Quellgewässers bemühen anstatt es auszulöschen.

Quellgebiet und Teichanlage oberhalb der linken Wickerbachaue und Abflussgraben zum Wickerbach in Massenheim, 23. Juli 2019

Quellaustritte oberhalb der linken Wickerbachaue speisen eine aus 3 Teichen bestehende, von Gehölzen umgebene private Fischteichanlage. Der obere Abschnitt des Abflussgrabens der Teiche ist verrohrt. Erst unterhalb eines eingezäunten Hanggrundstücks ist der Wassergraben gut zu erkennen. Der Graben wird rechtwinklig umgelenkt, fließt dann ein Stück entgegen der Fließrichtung des Wickerbachs quer zum Hang und schließlich wieder die ursprüngliche Richtung aufzunehmen und mündet in den Wickerbach. Der naturferne, seiner Fließgewässereigenschaften beraubte Graben führt vom Spätherbst bis zum Frühling gewöhnlich Wasser, im Sommer und Frühherbst liegt er trocken, in dieser Zeit beansprucht die Teichanlage die ganze Schüttung der Quellen.

Wickerbach zwischen der Gemarkungsgrenze von Delkenheim und der Wickerbachmühle in Massenheim, 15. März 2018

Nach der Wickerbachaue in Massenheim links des Wickerbachs wird die Delkenheimer Wickerbachbrücke an  der Gemarkungsgrenze zu Massenheim gezeigt. Im Bild rechts neben dem Brückenfundament ist ein Abwasserentlastungskanal des Abwasserverbandes Flörsheim zu sehen. An diesen Kanal ist der Abfluss eines Quellteichs oberhalb der Straßenmühle angeschlossen. Es folgt der Ausblick von der Wickerbachbrücke bachabwärts. Weiter unterhalb gibt es eine Brücke für die Landwirtschaft, gezeigt wird der Bach oberhalb und unterhalb der Überfahrt. Rechts neben dem Bach sind Gebäude der Wickerbachmühle zu erkennen. Oberhalb der Überfahrt befand sich ein Stauwehr mit einer Wasserspiegeldifferenz von 1,10 Meter, das im November 2010 gesprengt wurde. Leider hat es die Gemeinde bisher versäumt, die Reste des Fundaments aus den Ufern zu entfernen und die Ufer wieder naturnah herzustellen.

Wickerbach und Mühlkanal zur Wickerbach-Mühle in der Gemarkung Massenheim (Stadt Hochheim-Massenheim, Main-Taunus-Kreis), 20. Dezember 2016 sowie 05. und 09. Januar 2017

Der Mühlgraben zur Wickerbach-Mühle wurde in der Gemarkung Delkenheim größtenteils zugeschüttet. Ein Rest existiert zwischen dem Quellteich oberhalb der Straßenmühle bis zum Wirtschaftsweg an der Gemarkungsgrenze zu Massenheim. Dort wird der Abfluss in einem Kanalrohr dem Wickerbach zugeleitet. Daher ist das Bett des Wickerbach-Kanals auf Massenheimer Gemarkung, abgesehen von einem tief liegenden Bereich, meist trocken.

Verschiedene Kartenwerke und Luftbilder zeigen einen offenen Abfluss von dem ehemaligen Kiesteich auf dem Gelände des Golfclubs Hochheim-Wiesbaden zur Wickerbach-Mühle und bis zum Wickerbach. Dieser offene Abflussgraben wurde beginnend oberhalb des Wirtschaftsweges Delkenheim/Massenheim bis zum Wickerbach verrohrt. Die Frage ist nun: Müssen die Karten aktualisiert werden? Oder wäre es nicht angemessener, den offen Abfluss (vielleicht außerhalb des Mühlengeländes) wieder herzustellen?

Rechte Wickerbachaue und ehemaliger Mühlkanal zur Steinmühle, 18. Januar 2017

 

Wallau

Wickerbach in der Gemarkung Wallau (Hofheim/Ts.-Wallau, Main-Taunus-Kreis)

Fotos vom 07. September 2016

Der Ortskern von Wallau (Kreisstadt Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis).

Aufnahmen vom 07. September 2016

Klingenbach in Wallau zwischen der Gemarkungsgrenze zu Breckenheim und der Mündung in den Wickerbach (Hofheim-Wallau, Main-Taunus-Kreis).

Aufnahmen vom 07. September 2016

Die Schlagmühle am Wickerbach in Wallau und die Reste der Mühlkanäle.

Aufnahmen vom 28. Juni 2017