Medenbach

 

 

Der Medenbach in der Gemarkung Auringen und Medenbach (Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 26. Juli und 11. August 2017.

Der Medenbach beginnt heutzutage im Distrikt Wellinger in der Gemarkung Auringen zwischen der Autobahn und der Trasse der Ländchesbahn nach Niedernhausen. Seine ursprünglichen Quellen sind jedoch östlich der Landesstraße 3028 in der Gemarkung Bremthal anzunehmen. Durch den Bau der A3 und später der Schnellbahnstrecke nach Köln wurde der Medenbach gekappt. Nach dem Bahn-Durchlass tritt das kümmerliche Bächlein in eine Weiden-Sukzession ein. Nach dem Verlassen des Silberweiden-Wäldchens wird der Medenbach zu einem flachen Biotop-Teich gestaut. Im Distrikt Wellinger (östlich des Medenbachs) und Roteberg (westlich des Bachs) führt das Fließgewässer durch offenes Wiesen- und Ackergelände. Hier und da wurden in den letzten Jahren am Gewässerbett Bäume und Sträucher gepflanzt. Im unteren (südlichen) Distrikt Wellinger erhält der Bach aus Westen Zufluss aus einem Quellgebiet und von Osten fließt aus den Distrikten Darmstädter Wellinger und Bornwiese ein namenloses Fließgewässer zu. Weiter verläuft die Gewässertrasse  Im Unteren Wellinger abwechseln am Waldrand oder mehr in den Aue-Wiesen. Aus östlicher Richtung kommt der Abfluss aus zwei weiteren kleinen Fließgewässern hinzu.Verrohrt quert der Medenbach die Trasse der Ländchesbahn im Durchlass eine Wirtschaftswegs. Weiter verläuft der Bach am Waldrand bis zum Bolzplatz. Unter dem Bolzplatz und dem anschließenden Spielplatz wurde der Bach an der Munzenbergstraße unsinnigerweise auf 250 Meter verrohrt. Die weitere Trasse führt durch Gärten, das Gewässerbett ist in diesem Abschnitt mit Nassauer Gestück ausgelegt. In der Futterwiese östlich des alten Ortskerns von Medenbach vereinigt sich der Medenbach mit dem namenlosen, aus der Pfingstwiese kommenden Bächlein. Unterhalb der Wildsachsener Straße (L 3018) befindet sich eine Abwasser-Pumpstation der Entsorgungsbetriebe Wiesbaden (ELW) am Bachufer. Kurz darauf stößt man auf die Kanalentlastungsanlage von ELW. Das vergitterte Auslassrohr ist mit Klopapier behängt, ein Hinweis darauf, dass auf eine Filteranlage verzichtet wurde oder sie nicht funktioniert. Zu kritisieren ist zusätzlich, dass die Auslassstrecke rechtwinklig und nicht tangential zum Bach angelegt wurde und keine Bremsung des Abwasserabschlags vorgesehen wurde. Im Distrikt Im Oberen Grund verläuft die von Schwarzerlen und Silberweiden gesäumte Bachtrasse durch Wiesen, passiert das Gelände, auf dem ehemals die Kläranlage Medenbach stand und erreicht schließlich den Distrikt Unterer Grund. Dort wurde der Bach nach Osten verlegt. Die Verlängerung der ursprünglichen Trasse wird von einen von Gehölzen umgebenen, nicht bewirtschafteten Teich eingenommen. Unterhalb des Teichs ist der von einem Gehölzsaum gerahmte Bachlauf tief eingeschnitten. Diesen Charakter behält der Medenbach in der Gemarkung Breckenheim, die er nun bald erreicht, bei.

 

 

Namenloses Fließgewässers mit Ursprung im Distrikt Darmstädter Wellinger zum Medenbach (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 11. August 2017

Der Quellbach wurde nach dem Verlassen des Waldes an den südlichen Rand der Bornwiese verlegt. Er unterquert die Autobahn 3 und die Trasse der Ländchesbahn in Gewölbe-Tunnels. Der Gewässerabschnitt zwischen der A3 und der Bahn wird nur selten begangenen.

 

Namenloser Zufluss zum Medenbach aus dem Schulwald (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Der kleine Bach entspringt östlich der A3. Er unterquert die Autobahn-Trasse in einem Rohrdurchlass und fließt anschließend in einer Miniaturschlucht bis zu einem Gewölbe-Durchlass unter der Trasse der Ländchesbahn. Nach dem Bahn-Durchlass wurde das Gewässer aus unerfindlichen Gründen umgeleitet und mündet schließlich in den Medenbach.

Aufnahmen vom 11. August 2017

 

Namenloser Zufluss zum Medenbach aus dem Kohlhaag (Gemarkung Medenbach, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 11. August 2017

Das kleine Fließgewässer entspringt östlich der A3 und unterquert die Autobahn in einem Durchlass mit geringem Durchmesser. Es fließt dann nördlich der Bebauung durch den Kohlhaag und passiert zwei Tümpel. Vor dem Erreichen eines hohen Gewölbeduchlasses unter der Trasse der Ländchesbahn verschwindet das Gewässer vermutlich in einer Verrohrung.

Wicker

Die Aufnahmen entstanden am 18. Januar 2017, einem sonnigen aber kalten Wintertag, am Wickerbach in der Gemarkung Wicker (Flörsheim-Wicker, Main-Taunus-Kreis).

Flörsheim

Die Aufnahmen entstanden am 28. Dezember 2016 am Wickerbach in der Gemarkung Flörsheim (Main-Taunus-Kreis) zwischen der Wiesenmühle und der Mündung des Wickerbachs in den Main.

Massenheim

Die Fotos wurden am 20. Dezember 2016 sowie 05. und 09. Januar 2017 am Wickerbach und am Mühlkanal zur Wickerbach-Mühle in der Gemarkung Massenheim (Stadt Hochheim-Massenheim) im Main-Taunus-Kreis aufgenommen.

Der Mühlgraben zur Wickerbach-Mühle wurde in der Gemarkung Delkenheim größtenteils zugeschüttet. Ein Rest existiert zwischen dem Quellteich oberhalb der Straßenmühle bis zum Wirtschaftsweg an der Gemarkungsgrenze zu Massenheim. Dort wird der Abfluss in einem Kanalrohr dem Wickerbach zugeleitet. Daher ist das Bett des Wickerbach-Kanals auf Massenheimer Gemarkung, abgesehen von einem tief liegenden Bereich, meist trocken.

Verschiedene Kartenwerke und Luftbilder zeigen einen offenen Abfluss von dem ehemaligen Kiesteich auf dem Gelände des Golfclubs Hochheim-Wiesbaden zur Wickerbach-Mühle und bis zum Wickerbach. Dieser offene Abflussgraben wurde beginnend oberhalb des Wirtschaftsweges Delkenheim/Massenheim bis zum Wickerbach verrohrt. Die Frage ist nun: Müssen die Karten aktualisiert werden? Oder wäre es nicht angemessener, den offen Abfluss (vielleicht außerhalb des Mühlengeländes) wieder herzustellen?

Die Bilder wurden am 18. Januar 2017 in der Wickerbachaue von Massenheim rechts vom Bach und am ehemaligen Mühlkanal zur Stein-Mühle aufgenommen (Gemarkung Massenheim, Stadt Hochheim-Massenheim, Main-Taunus-Kreis).

Wallau

Wickerbach in Wallau

Die Fotos wurden am 07. September 2016 am Wickerbach in der Gemarkung Wallau (Hofheim-Wallau, Main-Taunus-Kreis) aufgenommen.

Wallau

Die Aufnahmen entstanden am 07. September 2016 im Ortskern von Hofheim-Wallau (Main-Taunus-Kreis).

Klingenbach in Wallau

Die Aufnahmen wurden am 07. September 2016 am Klingenbach in der Gemarkung Wallau (Hofheim-Wallau, Main-Taunus-Kreis) zwischen der Gemarkungsgrenze zu Breckenheim und der Mündung in den Wickerbach fotografiert.

Langenhain/Wildsachsen

Der Klingenbach von der Straße Am Hollerbach bis zur Kreuzung mit der Landesstraße 3018 an der Kläranlage von Wildsachsen (Gemarkung Wildsachsen, Main-Taunus-Kreis). (Aufnahmen vom 06. Dezember 2016).

Nach der Einmündung des Hollerbachs in den Seyenbach oberhalb der Straße am Hollerbach in Wildsachsen trägt das vereinigte Fließgewässer den Namen Klingenbach. In der Gemarkung Wildsachsen nimmt der Klingenbach aus den Osten zufließenden Lotzenbach auf. Aus Quellbereichen entlang des Bachs erhält der Klingenbach zusätzlichen Abfluss. Die Zuflüsse aus den Einschnitten westlich der Landesstraße 3017 sind überwiegend drainiert und daher nur indirekt als Gewässer zu erkennen. Auch ein ausgedehntes Feuchtgebiet zwischen Klingenbach und Lindenhof wird hauptsächlich über einen Drainagegraben in den Lotzenbach entwässert.

Unterhalb der Einmündung des Hollerbachs wurde der Klingenbach unterhalb der Straße Am Hollerbach verlegt und ein Stück verrohrt.

Aus dem Hauptkanal der zur Kläranlage Wildsachsen orientierten Mischwasserkanalisation fließt dem Klingenbach aus einem Entlastungskanal bei Stark- und Dauerregen  unzureichend gefiltertes Abwasser zu. Die Abflussstöße erodieren das Bett des Klingenbachs bis zur Anpassung an die Abflussspitzen.

Der meist schmale Gehölzsaum des Klingenbachs besteht überwiegend aus angepflanzten Silberweiden, teilweise angereichert mit einer Sukzession von Schwarzerlen, Eschen und Graupappeln.

Der Klingenbach und seine Zuflüsse sind in der Gemarkung Wildsachsen während aller Jahreszeiten sehr dürftige, abflussarme Gewässer. Hauptursache sind die zahlreichen Grundwasserentnahmen für die Trinkwassergewinnung.

 

Der Seyenbach von seinem Ursprung in der Gemarkung Eppstein-Bremtal bis zum Zusammenfluss mit dem Hollerbach im Ortsbereich von Wildsachsen (Gemarkung Wildsachsen, Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) (Aufnahmen vom 12. April 2017).

Viel spricht dafür, dass der Quellbereich des Seyenbachs unterhalb der Wiesbadener Straße in Eppstein-Bremthal unter der Hochspannungs-Trasse am Nordrand der großen Lichtung zu finden ist. Ein Indiz für diese Annahme ist die Form der schmalen, langgestreckten, beiderseits von Feldern eingefassten Wiese. Weiter ist anzunehmen, dass die Trinkwassergewinnungs-anlagen in den Gemarkungen Bremthal und Wildsachsen den oberen Seyenbach trockengelegt haben.

Auf offenes Wasser stößt man zuerst westlich vom Sportplatz Bremthal an der Gemarkungsgrenze zu Wildsachsen. Dort hat der NABU einen Teich als Amphien-Biotop angelegt. Das kleine Stillgewässer liegt im Sichtschutz eines kleinen Weiden-Hains. Der Teich hat keine Speisung aus einem Fließgewässer. Damit er nicht sofort austrocknet ist er mit Folie ausgelegt.

Auch unterhalb des NABU-Teichs, nun in der Gemarkung Wildsachsen, ist von einem Fließgewässer anfangs nichts zu erkennen. Nur nach Starkregen oder einer längeren Regenperiode fließt dort zeitweise etwas ab. Ein schmales, abflussarmes Bächlein bildet sich dann etwa auf Höhe des Seyenbergs heraus.  Weitere Trinkwassergewinnungsanlagen des Wasserbeschaffungsverbands Hofheim begleiten den Seyenbach auf seinem weiteren Lauf (und entziehen ihm viel Wasser) bis er nach dem Zusammentreffen mit dem Hollerbach zum Klingenbach wird.

In den Wiesen oberhalb der Ortslage von Wildsachsen ist der kümmerliche Bach begradigt. Es gibt nur einzelne Fragmente eines artenarmen, das Gewässer begleitenden Gehölzsaums. Seitliche Zuflüsse, in Karten enthalten, lassen sich nicht lokalisieren, weil sie entweder ausgetrocknet sind oder drainiert wurden.

Innerhalb der geschlossenen Bebauung von Wildsachsen besitzt der Seyenbach nur eine schmales, ungepflegtes, von den Anliegern mehr oder weniger nach Gutdünken genutztes Gewässergrundstück.

An der Grabenstraße weisen Warnschlider auf die Gefahren hin, die beim Anspringen der Entlastungsanlage der Mischwasserkanalisation drohen. Dann kann der kleine Bach kurzzeitig anschwellen. Ein Hinweis auf die Abwasseinhaltsstoffe, die bei Entlastungssituationen eingeleitet werden, fehlt allerdings.

Unterhalb der Medenbacher Straße wurde das Fließgewässer ein Stück verrohrt, ohne dass dafür eine Notwendigkeit zu erkennen wäre.

Nach Querung der Landesstraße 3017 (Alt-Wildsachsen) nimmt der Seyenbach ein weiteres kümmerliches Fließgewässer auf. Danach trägt er den Namen Klingenbach.

 

Der obere Hollerbach mit seinen Zuflüssen in der Gemarkung Langenhain (Aufnahmen vom 26. Juli 2017 bei Regenwetter).

Der Hollerbach entsteht im Buchenmischwald aus zwei Quellarmen, einem südöstlichen und einem nordöstlichen, unterhalb des Judenkopfs. Der nordöstliche (gegabelte) Quellarm wird wiederum aus zwei Quellen gespeist, die auf unterschiedlichem Geländeniveaus austreten.

Kurz vor dem Waldrand wurde das Bett des Hollerbachs für die Anlage eines großen Waldteichs genutzt. Das Bachwasser, soweit es nicht in den Teich fließt, wird bei Trockenwetter in einem maroden Umgehungsgerinne südlich um den Teich herum geleitet. Hochwasserabflüsse gelangen direkt in den Teich, daher dürfte der Damm des Teichs auf der Südseite gebrochen sein. Die Bruchstelle wurde nur notdürftig repariert und fungiert nun als Notüberlauf, wenn das Umgehungsgerinne versagt.

Aus gewässerökologischen Erwägungen hat der Teich keine Berechtigung und sollte daher zumindest stark verkleinert werden.

Auf Höhe des Teichs erreicht aus Süden ein namenloser Quellbach den Hollerbach und mündet dort in das Umgehungsgerinne.

Namenloser Zufluss zum Hollerbach auf Höhe der Teichanlage im Forst aus südlicher Richtung (Gemarkung Wildsachsen, Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) (Aufnahmen vom 03. November 2016)

 

Namenloser Zufluss zum Hollerbach unterhalb der Teichanlage im Forst aus nördlicher Richtung (Gemarkung Wildsachsen, Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) (Aufnahmen vom 03. November 2016).

 

Der untere Hollerbach Höhe Junghainze-Hecken bis zum Zusammenfluss mit dem Seyenbach im Ortsbereich von Wildsachsen (Gemarkung Wildsachsen, Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) (Aufnahmen vom 24. August 2016).

 

Der untere Hollerbach von der Teichanlage im Forst bis Höhe Junghainze-Hecken (Gemarkung Wildsachsen, Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) (Aufnahmen vom 03. November 2016).

 

Der untere Lotzenbach bis zur Mündung in den Klingenbach (Aufnahmen vom 06. Dezember 2016).

Der Lotzenbach im Wald in der Gemarkung Langenhain. Gezeigt werden insbesondere die insgesamt vier Stillgewässer, die der Lotzenbach durchfließt (2 Tümpel und 2 Teiche). (Aufnahmen vom 2. April 2017).

Der Lotzenbach in Langenhain und Wildsachsen. Gezeigt wird der dürftige, abflussarme Lotzenbach von der Quelle in der Gemarkung Langenhain bis kurz vor der Mündung in den Klingenbach in der Gemarkung Wildsachsen. Der Lotzenbach durchfließt im Oberlauf zwei Waldteiche und zwei kleine Aufstauungen (Aufnahmen vom 22. März 2017).

 

Grundwasseraustritt oberhalb des Thierbachs am Böschungsfuß  zwischen der Landesstraße 3018 und einem Wirtschaftweg. Der Wasseraustritt speist einen schmalen, unbewirtschafteten Teich, der in der Regel nicht völlig trocken fällt (Aufnahmen vom 29. März und 07. April 2017).

Der nordöstliche Hauptseitenarm des Thierbachs und zwei von ihm durchflossene, unbewirtschaftete Waldteiche. Im oberen Teich waren Froschlaich und einige braune Grasfrösche zu sehen. Im unteren Teich konnten weder Frösche noch Erdkröten gefunden werden (Aufnahmen vom 22. März 2017).

Der Hauptarm des Thierbachs und vier von ihm gespeiste Vereins-Teiche: Reinecke-Weiher Am Massenheimer Graben, Orje-Weiher, Ritter-Weiher und Herzog-Weiher (Aufnahmen vom 22. März 2017).

In einem Teich des Angelsportvereins Lorsbach e.V. 1970 (der 2. Teich in Fließrichtung des Thierbachs: Orje-Weiher) war das Laichgeschäft der Erdkröten in vollem Gang. Hunderte Erdkröten drängten sich in Ufernähe vorallem auf der Westseite (der abstromigen Seite) des großen Teichs. Im ersten, höher gelegenen Teich (Reinecke-Weiher und dem vorgelagerten kleinen Teich) waren keine Erdkröten zu sehen. Im dritten und vierten Teich (Ritter-Weiher und Herzog-Weiher) konnten nur wenige Erdkröten beobachtet werden.

Der unterste Teich (Herzog-Weiher) zeigte bereits zu dieser Jahreszeit erste Anzeichen von Überdüngung (Eutrophierung): Grünalgendecke auf der Wasseroberfläche. Die Eutrophierung deutet auf einen (zu) hohen Fischbesatz hin.

Bei einem Besuch am Orje-Weiher zwei Wochen später, war vom Laich der Erdkröten fast nichts mehr zu sehen. Naheliegende Vermutung: Die Fische im Teich haben das Nahrungsangebot angenommen.

Die Thierbach-Teiche ermöglichen einer handvoll älterer, in Vereinen organisierten Herren ein preisgünstiges Freizeitvergnügen beim Angeln und dem Verzehr der gefangenen Fische. Mit Naturschutz hat das rein gar nichts zu tun, auch wenn die aufgestellten Vereinsschilder etwas anderes behaupten. Es ist an der Zeit, die Genehmigungen der Teiche und die Pachtverträge auslaufen zu lassen oder zu widerrufen und den Thierbach wieder zu einem durchgängigen Fließgewässer mit heimischer Fauna zu machen.

 

Der Thierbach und vier Angelteiche, die er durchfließt (Aufnahmen vom 24. August 2016).

Der Ortsteil Wildsachen von Hofheim/Taunus (Main-Taunus-Kreis).I n Wildsachen vereineinigen sich Seyenbach und Hollerbach zum Klingenbach. Der Klingenbach ist der bedeutenste Zufluss des Wickerbachs, er mündet in Hofheim-Wallau in den Wickerbach. Die Aufnahmen entstanden am 24. August.

 

Der nördliche Quellarm des Thierbachs (Fotografien vom 24. Auuust 2016).

Während der südliche, parallel zur Landstraße 3018 verlaufende Quellarm zu diesem Zeitpunkt oberhalb der Teichanlage des Sportangler-Clubs Taunusfischer e.V. vollständig ausgetrocknet war, wies der nördliche Arm noch Abfluss auf. Ein Fächer aus mehreren markant eingeschnittenen Rinnen (teilweise trocken) vereinigt sich oberhalb der NO-SW querenden Starkstromtrasse zu einem kleinen Bachlauf, der in zwei aufeinander folgenden, unbewirtschafteten Waldteichen aufgestaut wird. Er vereinigt sich unterhalb des Taunusfischer-Teichs (Reinecke-Weiher) mit dem südlichen Quellarm zum Thierbach.

Der Thierbach und 5 Teichanlagen, die der kleine Bach durchfließt, in  den Gemarkungen Langenhain und Wildsachsen (Kreisstadt Hofheim/Ts., Main-Taunus-Kreis) und, kurz vor der Mündung in den Klingenbach, in der Gemarkung Breckenheim,Wiesbaden (Aufnahmen vom 19. April und 08.Juni 2016).

Der kleine Bachlaufs neigt dazu, im Oberlauf im Sommer und Herbst vollständig auszutrocken. Dies verträgt sich schlecht mit dem Umstand, dass der Thierbach insgesamt 5 zum Teil große Teiche zu speisen hat, 4 davon Angelsportteiche, genutzt von 3 Vereinen. Hier besteht aus gewässerökologischer Sicht Veränderungsbedarf.

Im letzten Abschnitt wurde der Thierbach in der Gemarkung Breckenheim (ursprünglich zur Speisung der Klingenmühle) in ein parallel zum Klingenbach verlaufendes Bett verlegt. Nach Einstellung des Mühlenbetriebs blieb es bei der Gewässerverlegung, nun zur Speisung einer Teichanlage oberhalb des Klingenbachs. Der Thierbach fließt aus zwei Teichausläufen in den Klingenbach.

Die ursprünglichen Mündung des Thierbachs in den Klingenbach ließe sich ohne bedeutenden Aufwand wieder herzustellen, wenn der Wille dazu vorhanden wäre.

 

Der Thierbach und die mittleren 3 der insgesamt 5 Teichanlagen, die der kleine Bach durchfließt (Aufnahmen vom 17. März 2016).

Breckenheim

Der Medenbach in der Gemarkung Breckenheim

der Landeshauptstadt Wiesbaden  zwischen „Im Stückenrod“ an der A 3 und der Mündung des Medenbachs in den Wickerbach „An der Steinern Brück“ (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 08. und 12. Juni, 06., 12. und 19. Juli sowie vom 24. August 2016

Auf etwa 300 Meter Länge verläuft der Medenbach unmittelbar am Westrand der Autobahn A3, im unteren Abschnitt ohne Begleitgehölze, im oberen Abschnitt im Gehölzsaum eingetieft und bei erhöhtem Abfluss (Zufluss aus Entlastungsanlagen der Mischabwasserkanalisation und Niederschlagswassereinleitung von der Raststätte Medenbach) das an die A3 angrenzende Ufer unterspülend und abtragend. Erforderlich wäre es, dem Bach mehr Platz am von der A3 abgewandten Ufer zu verschaffen (Verbreiterung der Gewässer-Parzelle) und somit den Rand der A3 zu sichern.

Bei den Bachgehölzen dominieren Schwarzerlen und (z.T. alte) Weiden. Die Weiden dürften wie an anderen Bächen in der Gegend auf Anpflanzungen zurückgehen. Insgesamt ist der Bachgehölzsaum artenarm. Durch Pflegemaßnahmen sollte die natürliche Sukzession  gewässertypischer Baumarten (u.a. Eschen, Ahorn-Arten) unterstützt werden.

 

 

Die Entwässerungsanlage der Autobahn-Raststätte an der A3 mit Ablauf in den Medenbach und der Medenbach im Bereich Kappesgewann oberhalb des Autobahn-Durchlasses (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 22.Februar 2012 und 05. Februar 2013

Der Wickerbach nach dem Bau des überdimensionierten Doppelkreises von der Brücke der Landesstraße 3039, vorbei an den Bauernhöfen und sonstigen landwirtschaftlichen Gebäuden beiderseits des Bachs,  bis zur Einmündung des Medenbachs und zur Siedlung Gerbermühle am Ortsrand von Hofheim-Wallau (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 08. Juni, 06. und 12. Juli und 07. September 2016

 

Die neue Brücke der Landesstraße 3039 über den Wickerbach (vor dem Bau des überdimensionierten Doppelkreisels), ein Verkaufsstand von Schneider´s Bauernhof (Igstadt) für Feldkürbisse und der Wickerbach oberhalb der Brücke (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 29. Oktober 2013

Der Klingenbach an einem verregneten Vormittag im Abschnitt zwischen der Neumühle und  der Ortslage von Breckenheim (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Östlich vom Klingenbach steigt das von Laubmischwald bestandene Gelände steil zum Stockheck an. Die Aue westlich des Bachs ist landwirtschaftlich geprägt. An einer Gewässerschleife Am Klingenberge hat sich artenreiche Auwald-Skzession eingestellt. Unterhalb der Bachschleife wird das Gelände beiderseits des Bachs landwirtschaftlich genutzt: Wiesen und Steuobstbestände am Ostufer, Feldbau am Westufer. In Richtung Ortslage wird der bachbegleitende Gehölzstreifen schmaler. Länger zurückliegende Pflegefehler an den Weiden-Bäumen führen zu Baumschäden. Auf Wunsch des Naturschutzes wurden ältere Weiden zur Erhaltung von Baumhöhlen nicht bodengleich zurück geschnitten („auf den Stock setzten“) sondern in 1 1/2 bis 2 Meter über dem Boden. In der Folgezeit bildet sich eine neue, schwere Baumkrone auf einer hohlen, vermodernden Stammbasis. Bei Sturm brechen solche falsch gepflegten Bäume schnell zusammen. Ein Schandfleck am Klingenbach ist die Bebauung und Geländenutzung um die Reithalle.

Aufahmen vom 27. April 2016

 

Der Klingenbach zwischen der Gemarkungsgrenze zu Wildsachsen/Kreuzung mit der Landesstraße 3018 im Norden und der Schnellbahntrasse parallel zur Autobahn A3 im Süden (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Nach Unterquerung der Landesstraße 3018 (nach Langenhain) passiert der Klingenbach die Kläranlage von Wildsachsen und nimmt das gereinigte Abwasser auf. Unterhalb der Kläranlage liegt eine vom umgeleiteten Thierbach im Hauptschluss gespeiste Teichanlage am linken (östlichen) Bachufer. Die Abläufe aus den Teichen leiten das Wasser des Thierbachs in den Klingenbach, eine in gewässerökologischer und wasserrechtlich unbefriedigende bzw. unzulässige Situation, die dringend verbessert werden sollte.

Der Klingenbach passiert die Klingenmühle und die Neumühle. Am Klingenberge hat der Bach eine markante Schleife nach Westen ausgebildet, um die herum sich eine artenreiche Auwaldsukzession entwickelt hat. Im weiteren Verlauf ist die Gewässerparzelle und damit der bachbegleitende Gehölzsaum wieder schmäler.  Viele Bäume, insbesondere Silberweiden sind durch falsche Pflege geschädigt. Vermodernde Baumstümpfe können den Neuaustrieb nicht tragen und brechen bei Stürmen zusammen.

Einen Schandfleck bilden die Gebäude und Einrichtungen der Reithalle oberhalb der Ortslage.

In der Ortslage ist der Klingenbach überwiegend renaturierungsbedürftig. Entsprechende Planungen wurden bereits vor mehreren Jahren eingeleitet und werden vielleicht in absehbarer Zeit verwirklicht.

Aufnahmen vom 16. Februar, 17. März und 19. April 2016

 

Der Klingenbach in Breckenheim.

Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 2001  bis 2013 (2001, November 2002, Februar 2008, April 2009, August 2010, Mai und Juni 2011, Mai 2012 und Juni 2013 am Klingenbach innerhalb des Ortskerns von Breckenheim und unterhalb der Bebauung im Distrikt „Bergwiesen“ bis zum Durchlass unter der Autobahn A3.

Die 4 Aufnahmen eines Klingenbach-Hochwassers hat freundlicherweise Herr Dietrich Kröger, Breckenheim, zur Verfügung gestellt.

Mit ersten, bescheidenen Renaturierungsmaßnahmen (Setzen von Störsteinen zur Bildung eeiner Sedimentauflage im ausgebauten Bachbett) wurde am Klingenbach bereits in der ersten Phase der Umsetzung der Wickerbach-Planung 2001 begonnen.

Der Klingenbach hat oberhalb und unterhalb der Ortslage von Breckenheim einen vergleichsweise besseren Zustand als innerhalb. Im Ortskern ist er mit Rasengartengittersteinen ausgebaut, teilweise zwischen Ufermauern eingezwängt, von zahlreichen öffentlichen und illegal errichteten privaten Brücken und Stegen überbaut und oberhalb der Löffelgasse aus der Taltiefsten herausgelegt, was zu Hochwasserschäden an der Bebauung im ursprünglichen Gewässerbett führen kann. Auch wird der Bach immer wieder zur Entsorgung von Gartenabfällen genutzt, die sich im weiteren Verlauf aufstauen und aufwändig sowie teuer entsorgt werden müssen.

Nichtsdestoweniger besitzt der Gewässerabschnitt einiges Potenzial zur Renaturierung und gleichzeitig schöneren Gestaltung des Ortskerns. Mit ersten Vorbereitungen begann das städtische Umweltamt bereits 2008, die im Ortsbeirat auf grundsätzliche Zustimmung stießen. Nach längerer Pause wurden die Planungen vom Umweltamt, unterstützt von der Oberen Wasserbehörde, wieder aufgegriffen. Zur Umsetzung könnte es ab 2018 kommen.

 

 

Zufluss aus der Prügelwiese östlich der Bebauung zum Klingenbach (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Eine Quelle am oberen, östlichen Rand der Prügelwiese speist ein kleines Fließgewässer. Der Gewässergraben endet unterhalb einer Gehölzinsel. Es ist anzunehmen, dass der weitere Verlauf verrohrt ist. Ein weiterer, flächiger Quellaustritt  befindet sich in der Mitte der Prügelwiese. Aus der feuchten Wiesenzone führt ein schmaler Graben zum östlichen Rand der Bebaung bis zu einem Geschiebesammler. Von dort führt ein Gewässerkanal in südwestlicher Richtung bis zum Klingenbach (Einlauf kurz unterhalb der Schulstraße).

Die beiden Quellen und der meist abflussarme Quellbach sind in der Stadtkarte nicht verzeichnet.

Aufnahmen vom 17. Mai 2017

 

Pfingstborn, Wassertretanlage und Abflussgraben zum Rohrgraben  (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Aufnahmen vom 09. und 17. März 2016

Die gefasste Quelle des Pfingstborns speist eine Wassertretanlage, eine wasserbauliche Scheußlichkeit, deren ersatzloser Rückbau auch aus gestalterischen Erwägungen dringend geboten ist. Der Ablauf aus der Anlage wird verrohrt unter der Zufahrt zur Pfingstbornanlage (Spielplatz) durchgeführt und fließt dann offen im Straßengraben zum Rohrgraben. Es erschließt sich nicht, weshalb der natürliche Ablauf, den die Stadtkarte immer noch zeigt, aufgegeben wurde.

Seitenarm des Rohrgrabens an der Warzeneiche (Gemerkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden). Der Zufluss aus nordöstlicher Richtung ist in der Stadtkarte von Wiesbaden nicht enthalten.

Aufnahmen vom 09. März 2016

 

Seitenarm des Rohrgrabens von den beiden Quellen südlich des Dachskopf bis zur Mündung in den Rohrgraben in den Schmalwiesen (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden).

Der Quellarm unterhalb des Dachskopfes war bei der Exkursion gänzlich (vermutlich schon längere Zeit) ausgetrocknet. Die gefasste Quelle am Jagdhaus an der Gemarkungsgrenze zu Langenhain speiste mit ihrer bescheidenen Schüttung einen künstlichen Waldteich, in dem viel Froschlaich zu sehen war. Die Gewässerrinne unterhalb des Teichs war wiederum völlig trocken. Erst unterhalb des Zusammentreffens der beiden Quellarme im Distrikt Schildland war der tiefgründige Boden am Grund des schluchtartigen Einschnitts feucht. Unterhalb des Walds im Distrikt Auf der Gans war das Gewässerbett wieder abflusslos bis zu den 4 Brunnen der historischen Trinkwassergewinnungsanlage von Breckenheim (errichtet 1925).

Im Distrikt Schmalwiesen hat sich in einem Quellgebiet rings um das Brunnenhaus der seit langem funktionslosen historischen Wassergewinnung eine artenreiche Auwaldsukzession entwickelt. Die Fassungen der Brunnen sind teilweise defekt, so dass Wasser aus dem Brunnenkopf quillt. Das im Brunnenhaus gesammelte Wasser wird unterhalb aus zwei Leitungen abgeschlagen. Der Abschlag speist ein kleines Fließgewässer zum Rohrgraben.

Der Abfluss aus einem Quellteich in der südlichen Schmalwiese wird vom Seitenarm des Rohrgrabens aufgenommen, der unterhalb in den Rohrgraben mündet.

Die Ursache für die Austrocknung des namenlosen Seitenarms des Rohrgrabens dürften die großflächig wirksamen Grundwasserentnahme für die Trinkwassergewinnung sein.  Die trockene Frühjahrswitterung hat allenfalls eine verstärkende Wirkung.

Der Wirkradius der historischen Trinkwassergewinnung ist als gering anzunehmen. Nichtsdestoweniger sollten die seit dem Anschluss von Breckenheim an die öffentliche Trinkwasserversorgung nutzlosen Anlagen zurückgebaut werden, um das Wasser den natürlichen Quellen zurückzugeben.

 

Seitenarm des Rohrgrabens (Schildwald bis Schmalwiesen)

Die Bilder wurden am  am namenlosen Zufluss des Rohrgrabens zwischen dem Quellbereich im Schildland, dem Quell- und Feuchtgebiet um die alte Wassergewinnung von Breckenheim und der Mündung in den Rohrgraben an den Schmalwiesen aufgenommen. Von dem etwa 700 Meter langen Fließgewässer ist nur die untere Hälfte in der Stadtkarte von Wiesbaden abgebildet. Aus der Quellmulde bei den Schmalwiesen fließen dem Rohrgraben zwei weitere kleine Quellbäche zu.

Aufnahmen vom 16. Februar, 09. und 17. März 2016

 

Der mittlere Abschnitt des Rohrgrabens, Am Lochweg (Gemarkung Breckenheim, Stadtkreis Wiesbaden). In zwei Tümpeln im tiefen Einschnitt des Rohhrgrabens befanden sich erwachsene Teich- und Bergmolche und Larven kurz vor dem Verlassen des Gewässers.

Der größere der beiden Tümpel wird von einer Holzpfahlreihe gestaut. Der kleinere, unterhalb liegende Tümpel speist sich aus einer am Böschungsfuß gefassten Quelle . Im gezeigten Abschnitt hatte der Rohrgraben schwachen Abfluss. Weiter unterhalb, an der Querung des Wirtschaftswegs, war der kleine Bach völlig ausgetrocknet.

Das Bett des Rohrgrabens ist unterhalb der Tümpel bis unterhalb des Wirtschaftswegs massiv naturfern ausgebaut. Dieser unsinnige Ausbau sollte baldmöglichst entfernt werden.

Aufnahmen vom 17. und 23. Mai 2017.

 

Rohrgraben vom Quellbereich oberhalb der Warzeneiche bis zur Mündung des Kanals in den Klingenbach (Gemarkung Breckenheim, Wiesbaden).

Die beiden Quellarme des Rohrgrabens reichen bis an die Gemarkungsgrenze von Langenhain. Als Folge der Trinkwassergewinnung sind sie trocken gefallen und wurden daher bei der Kartierung der Fließgewässer nicht berücksichtigt. Erst kurz oberhalb der Reste der Warzeneiche fließt in dem kleinen Bach etwas Wasser.

Der Rohrgraben wurde im mittleren Abschnitt noch in der Zeit der Zugehörigkeit von Breckenheim zum Main-Taunus-Kreis massivst ausgebaut. Dieser unsinnige Ausbau sollte entfernt werden.

Am 16. Februar und 09. März war der Abfluss im Rohrgraben für die Jahreszeit augenscheinlich normal. Am 17. März hatte sich die Abfluss-Situation stark verändert: Im mittleren Abschnitt oberhalb und unterhalb der Unterquerung des Wirtschaftsweges Am Lochweg tendierte der Abfluss gegen Null.

Auf Höhe der Schmalwiesen trifftt ein Seitenarm aus dem Distrikt Schildland unterhalb des Dachskopfs den Rohrgraben. In dem feuchten Quell-Dreieck zwischen den beiden Fließgewässern hat sich eine artenreiche Auwald-Sukzession entwickelt. Darin versteckt befindet sich der Wasserspeicher des historischen Breckenheimer Wasserwerks, der aus vier östlich des Seitenarms angelegten Brunnen mit inzwischen teils schadhaften Fassungen gespeist wird. Das gesammelte Wasser wird unterhalb des Speichers aus einer Froschklappe abgeschlagen. Die Anlagen sind längst nutzlos und müssen zurückgebaut werden.

Unterhalb des Auwäldchens speist der gefasste Pfingsborn eine baulich ausgesucht hässliche Wassertretanlage. Der Abfluss  aus der Anlage gelangt erst verrohrt, dann als offener Wegeseitengraben zum Rohrgraben.

Am Rand der Bebauung fließt der Rohrgraben entlang eines Fahrwegs bis zum Tennisplatz und mündet dann in eine Verdolung (Kanal). Der verdolte Bach mündet schließlich in der Klingenbach-Straße in den Klingenbach.

Aufnahmen vom 16. Februar, 09. und 17. März 2016

Naurod

Aubach

von den Quellbereichen zwischen dem Hellenberg und dem Distrikt Hongwer („Flutgraben“) und in der Linsenwiese oberhalb des Steubenhofes (Aubach). Die Aufnahmen entstanden zum größten Teil am 29. September 2015. Ergänzende Bilder sind vom 7. November 2001 und 17. Oktober 2002.

Der Aubach („Flutgraben“) ist der längste und am tiefsten eingeschnittene Quellbach des Wickerbachsystems. Die ausgeprägte Quellsenke mit den maroden oberirdischen Resten einer nicht mehr genutzten (aber nicht zurückgebauten)  Trinkwassergewinnungsanlage zur Versorgung der ehemaligen Lungenheilanstalt (heute Wilhelm-Kempf-Haus) ist völlig trocken. Unterhalb bildet sich entlang eines Waldwegs ein kümmerliches Fließgewässer aus. Nach dem Steubenhofes kommt aus nordwestlicher Richtung der kürzere, ebenfalls abflussarme „offizielle“ Aubach hinzu. Seine „Quelle“ ist die Drainage der Altablagerung in der Linsenwiese, die das natürliche Quellgebiet überdeckt. Der vereinigte Aubach unterquert an der Grenze zum Main-Taus-Kreis die Bundesstraße 455 und fließt in der Stockwiese am Rand des bewaldeten Haag nach Südosten in Richtung der Gemarkung Auringen. In der Dörrwiese mündet von Osten ein kleiner Bach aus dem Distrikt Kilsloch ein.

Etliche Quellbäche in Wiesbaden werden als „Flutgraben“ bezeichnet, sie erhielten keinen „offiziellen“ Namen. Eher kein Hinweis auf starkes öffentliches Interesse.

In den Jahren 2000 und 2001 wurden vom städtischen Umweltamt an den Aubächen verschiedene Rohrdurchlässe ersatzlos entfernt oder durch eine Furt ersetzt. Eine Projekttafel weist heute noch darauf hin. Der Eigner des Steubenhofs hat die ausgehandelten Renaturierungsmaßnahmen durch „private Initiative“ teilweise wieder rückgängig gemacht.