von Monte Ortobene nach Tempio Pausana

von Monte Ortobene bei Núoro nach Tempio Pausania

Bis Bitti führt die Straße 389 durch eine hügelige Landschaft, gerundete Granitfelsen treten hier und da aus dem Boden hervor. Aus Lesesteinen aufgeschichtete Mauern, gelegentlich zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, markieren Grundsgrenzen. Lockere Korkeichenbestände mit Bäumen unterschiedlicher Altersstufen, unterbrochen von großzügigen Lichtungen, prägen die Landschaft. Die Stämme wurden einmal oder mehrere Male geschält. Massenhaft auftretender, weißblühender Affodil, ein giftiges Liliengewächs, weist auf intensive Schafbeweidung hin. Den Affodil lassen die Schafe stehen, auch die Zistrosensträucher bleiben vom Verbiss verschont. Anfang Mai setzt die Korkeichenblüte ein, sie lässt dann die Baumkronen gelblich erscheinen. Pilzkrankheiten der Wurzeln und Insektenbefall (ein Spinner) machen den Korkeichen zu schaffen, stellenweise trifft man auf Gruppen absterbender Bäume. Die mehrfache Schälung der Rinde des Stamms trägt zur Schwächung der Bäume bei.

Östlich von Budduso, nahe der Ausgrabungsstätte der Nuraghe Loelle an der Straße 389, trifft man auf besonders beeindruckende Korkeichengestalten, die nichtsdestoweniger nicht älter als auf ca. 250 bis 300 Jahre geschätzt werden.

03. Mai 2026