Kloppenheim

Auslage in Kloppemheim

Die Auslage entspringt in den Fichten in Kloppenheim, ihr erster Abschnitt ist dräniert. Ans Licht entlassen wird das abflussarme Fließgewässer unterhalb eines Unterstandes. Jetzt fließt das Bächlein Auslage erst mehr am rechten Talrand, dann auf der Längsachse und schließlich im unteren Abschnitt vor der Kreisstraße 659 hart am linken (östlichen) Talrand im Distrikt Auslage.

Die Namensgebung für das bis dahin namenlose Fließgewässer erfolgte im Zusammenhang mit der Renaturierung auf Bitte des Umweltamts durch den Ortsbeirat von Kloppenheim, doch die Bezeichnung fand bis heute keinen Eingang in den Wiesbadener Stadtplan.

Das kümmerliche Fließgewässer unterquert in einem Rohr knapp oberhalb der Hockenberger Mühle die Kreisstraß. Unterhalb der Straße wurde es in das nördliche Wirtschaftsgebäude der Hockenberger Mühle umgeleitet und dort bei Bedarf als Brauchwasser genutzt.

Im ersten Anlauf der zweiten Bauphase der Wickerbachrenaturierung in den Jahren 2003 bis 2004 gelang die Wiederherstellung des Gewässerbetts zwischen Kreisstraße und Wickerbach. In kurzer Zeit ist an dem neuen Abschnitt der Auslage ein dichter Gehölzstreifen aufgewachsen.

Bedauerlicherweise haben die Eigentümer des Pferdebetriebs in der Hockenberger Mühle den freien Zugang zur Auslage mit Zäunen versperrt.

Aufnahmen vom 01. Mai 2019

 

 

Auslage (ehemals Flutgraben)

Die Bilder vom 19. Juni 2015 wurden um ältere Aufnahmen von der Renaturierung des kleinen Fließgewässers im Abschnitt zwischen der Kreisstraße und der Mündung in den Wickerbach ergänzt.

Wickerbachabschnitt zwischen dem Durchlass der Ländchesbahn und der Kreisstraße 657 nach Medenbach

Aufnahmen vom 20. Juni 2018

Unterhalb des Bachtunnels durch die Trasse der Ländchesbahn quert eine Bogenbrücke als Überfahrt für die Landwirtschaft den Wickerbach. In einem den Wickerbach querenden Geländestreifen wurde einst etwas Gold gefunden. Udo Heitzmann untersucht das Bachsubstrat auf Spuren des Edelmetalls. Am Bachufer auf der Südwestseite der Brücke stand ein stattlicher Kirschbaum, wir fanden ihn umgestürzt vor. Ein eingewachsenes Schild weist auf das Naturschutzgebiet „Wickerbachtal bei Kloppenheim“ hin, das den Wickerbach und einen schmalen Geländestreifen der Aue rechts des Bachs bis zur Kreisstraße nach Medenbach einschließt. Tritt man von der vom Gehölzsaum des Wickerbachs beschatteten Brücke in das offene Gelände, geht der Blick nach rechts auf einen Baumsaum, der den hoch aufgeschütteten Damm der Ländchesbahn verbirgt. Ein etwas vorgelagertes Weidengebüsch fällt kaum auf. Darin verbirgt sich ein kleiner, ungenutzter Grundwasserteich, vielleicht ursprünglich als Viehtränke angelegt. Folgt man dem Waldweg am linken Wickerbachufer bachabwärts stößt man linker Hand auf die gefasst Jägerquelle. Ein Geländeeinschnitt mit einem Eschengehölz markiert einen Zufluss zum Wickerbach mit geringem Abfluss, der aus den „Fuchslöchern“. Weiter unterhalb wird das Bett des Wickerbachs breiter; ein Holzsteg führt auf das rechte Ufer. Der Ort wird als Grillplatz genutzt. Als „Fuchslöcher“ wird auch der dreiarmige, tief eingeschnittene Gewässerfächer bezeichnet, den man vom Waldparkplatz links am Wickebach erreichen kann.

Wickerbach

Es werden Aufnahmen gezeigt, die in der Gemarkung Kloppenheim im April und Juni 2015, im April 2014 sowie im August 2012 entstanden sind. Das aktuelle Material wurde ergänzt durch Fotografien, die in den Jahren 2007 bis 2009 vor, während und nach Renaturierungsmaßnahmen aufgenommen wurden.

Auf dem Gebiet von Kloppenheim (zwischen der Reitzenmühle und dem Bahndamm der Ländchesbahn) fließen zwei abflussarme Quellbäche dem Wickerbach zu: Der Querbach an der Gemarkungsgrenze zu Auringen und die Ausleite an der Hockenberger Mühle.

Die zu den ehemaligen Mühlbetrieben führenden Mühlkanäle bestehen nicht mehr. Von der Reitzenmühle fließt Quellwasser in den Wickerbach.

Die heutige Trasse des Wickerbachs in Kloppenheim ist das Ergebnis einer Flurbereinigung in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das schnurgerade, viel zu schmale und mit Naturstein ausgebaute Gewässerbett (Nassauer Gestück) wurde in mehreren Renaturierungsschritten in einen naturnäheren, Gewässerdynamik zulassenden Zustand versetzt.