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Hamadero-Plateau und Qalansya an der Nordwestküste von Sokotra (Aufnahmen vom 21. Dezember 2008)
Am Morgen des 21. Dezember 2008 treten wir bei grauem, trübem Wetter die zweite Exkursion in das Wadi Ayhaft an, um dort weitere Aufnahmen zu machen. Die Haghir-Berge sind in dichte Wolken gehüllt, die selten aufreißen und dann für einen Moment den Blick auf die Gipfelregion freigeben. Noch am späten Vormittag setzen wir mit unseren Begleitern die Fahrt auf der Uferstraße nach Westen fort. Bei Ghoba wählt Mahad die Straße, die durch die westlichen Kalkplateaus nach Qalansya führt. Die Ebene beiderseits der Straße ist locker mit zur Harzgewinnung genutzten Frankincense- bzw. Weihrauch-Bäumen der Art Boswellia socotrana bestanden, das Gesträuch dazwischen besteht vorallem aus Croton socotrana. Mahad biegt in nördlicher Richtung auf eine Staubstraße ein und hält bei einer Baumgruppe. Das ist heute unser Lunch-Platz. Während unsere Begleiter etwas Feuerholz sammeln, durchstreifen wir die Umgebung. Geier, Sokotra-Spatzen und Ziegen interessieren sich für die Vorbereitungen. Nach dem Lunch fahren wir weiter nach Qalansya. Eine steife Brise weht über die Küste. Wir stapfen durch feinen, weißen Sand zum Strand. Tolle Farben: Die aufgewühlte türkisfarbene See, Wellenkämme weißen Schaumkronen, der weiße, im Abendlicht gelblich erscheinende Sandstrand, darüber ein tiefblauer Himmel mit weißen Wolken, nur die Berge im Inneren der Insel sind düster grau verhüllt.
Auf der Rückfahrt halten wir noch einmal an der Lagune von Qalansya und schauen auf die Häuser aus Naturstein und ausgedehnte Dattelpalm-Haine.
- Weihrauch- oder Frankincense-Baum Boswellia socotrana
- Boswellia socotrana
- Boswellia socotrana
- Hamadero-Plateau
- Ziege
- Jatropha unicostata, Stamm
- Jatropha unicostata
- Trockenbuschwald, jugendlicher Ägyptischer Geier
- Trockenbusch mit u.a. Euryops arabicus, Cissus subaphylla
- Trockenbuschwald
- Müll: Ananasdose
- Adenium obesum ssp. socotranum
- Seidenspinne Nephila sumptuosa
- Ebene zwischen den nordwestlichen Kalkplateaus
- Rastplatz
- Kalksteinfeslsen, Versteinerungen
- Ziegen am Rastplatz
- Ziege
- Ägyptischer Geier
- Jugendlicher Ägyptischer Geier
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand, Kalkplateau bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Kalkplateau bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Strand bei Qalansiya
- Qalansiya
- Qalansiya
- Qalansiya
- Dattelpalmen-Hain bei Qalansiya
- Dattelpalmen-Hain bei Qalansiya
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Nord-Süd-Querung der Insel Sokotra östlich der Haghir-Berge, Besuch der Küstenwüste, der Dogub Cave und von Aomak Beach (Aufnahmen vom 19. Dezember 2008)
Um 7.30 Uhr beginnen wir am 19. Dezember 2008 am Restaurant unsere Tagestour. Wind und rauhe See haben den Wasserspiegel ansteigen lassen, die tiefsten Bereiche an der Küste sind daher heute überschwemmt, der Rückstau reicht weit in die fjordartigen Flussmündungen. Wir fahren auf der Küstenstraße nach Osten und zweigen dann auf die nicht asphaltierte Straße ein, die östlich der Haghir-Berge zur Südküste führt. Mein Ausruf „could wie have a foto-stop“ bringt den Wagen immer wieder zum Halten. Die Straße führt durch eine Berglandschaft aus rotem Basalt. Die Hänge sind überwiegend von Sträuchern und kleinen Bäumen des endemischen Wolfsmilchgewächses Jatropha unicostata bedeckt, dazwischen große Exemplare der ebenfalls endemischen Baum-Wolfsmilch Euphorbia arbuscola. Die Täler vor uns liegen noch im Morgennebel, Wolkenbänke werfen tiefe Schatten auf die Landschaft. Eine markante Bergspitze überragt die Kalkplateaus, eine weithin sichtbare Landmarke. Wir erreichen Hay As Salam auf halbem Weg , umgeben von Dattelpalmen-Hainen. Der Ort liegt an einem Fluss, der das Gebiet zur Südküste hin entwässert. Der Fluss ist stark veralgt, ein Hinweis auf Eutrophierung. In der Umgebung fallen die Flaschenbäume (Adenium obesum ssp. socotranum) auf, viele blühend. Gegen Mittag erreichen wir bei Zahik die Südküste und lassen uns in der Küstenwüste vom starken Wind sandstrahlen. Weiter geht es zur Dogub-Cave, deren schattige Halle mit Ausblick auf die Küste unsere Begleiter für den Mittags-Imbiss ausgewählt haben. Nach einem Abstecher zum Aomak-Beach mit rudimentären Badeeinrichtungen fahren wir nach Westen, bis wir auf die westliche Nord-Süd-Verbindungsstraße treffen. Der Rand des Kalk-Plateaus ist hier mit vom starken Küstenwind geformten, teils flechtenbewachsenen Flaschenbäumen übersät, viele blühend.
- Jatropha unicostata auf Basalt
- Haghir-Gebirge: Ostflanke
- Haghir-Gebirge: Ostflanke, Sukkulentenwald
- Baum-Wolfsmilch Euphorbia arbuscola
- Landmarke Bergspitze, Wolkenschatten, Morgennebel
- Wasserfall
- Dorf Hay As Salam, eutrophierter Fluss
- Hay As Salam
- Hay As Salam, eutrophierter Fluss
- Hay As Salam
- Blick von Hay As Salam auf die Ostflanke der Haghir-Berge
- Adenium obesum ssp. socotranum
- Hay As Salam
- Hay As Salam, eutrophierter Fluss
- Euphorbia arbuscola
- Südküste: Wanderdünen bei Zahik
- Guide Wagdi & Driver Mahad im Sandsturm
- Guide Wagdi & Driver Mahad im Sandsturm
- Wanderdünen bei Zahik
- Wanderdünen bei Zahik
- Wanderdünen bei Zahik, Rand der Kalkplateaus
- Südküste: Wanderdünen bei Zahik
- Küstenebene bei Zahik
- Tropfsteinhöhle Dogub Cave
- Ausblick von Dogub Cave auf die Küstenebene
- Ägyptischer Geier bei Dogub Cave
- Ägyptischer Geier bei Dogub Cave
- Ausblick von Dogub Cave auf die Küstenebene
- Dogub Cave, Jathropha unicostata
- Dogub Cave
- Dogub Cave
- Dogub Cave, Tropfwasser
- Dogub Cave
- Dogub Cave, Tropfwasser
- Dogub Cave, Tamarisken Tamarix nilotica
- Dogub Cave
- Küstenebene bei Zahik
- Küste bei Zahik
- Küste bei Zahik
- Küste bei Zahik
- Küste bei Zahik, Rand der Kalkplateaus
- Küstenebene bei Zahik
- Halocnemum strobilacaeum
- Halocnemum strobilacaeum
- Adenium obesum ssp. socotranum, Südrand der Kalkplateaus
- Adenium obesum ssp. socotranum
- Adenium obesum ssp. socotranum an der Nord-Süd-Straße westlich der Haghir-Berges
- Adenium obesum ssp. socotranum, windexponiert
- Adenium obesum ssp. socotranum, Südrand der Kalkplateaus
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Dicksam-Plateau und Wadi Dirham auf der Insel Sokotra (Aufnahmen vom 18. Dezember 2008)
Nach erholsamen Schlaf und dem Frühstück mit Fladenbrot, Honig, Nescafe und Wasser im Freien bei dem bereits vertrauten Restaurant waren wir am Morgen des 18. Dezember guter Dinge und bereit für die nächste Exkursion. Dieses Mal führte unser Weg auf der Uferstraße durch die eintönige Küstenebene nach Westen bis zum Abzweig der etwa 7 Jahre zuvor ausgebauten Nord-Süd-Verbindungsstraße. Nachdem wir die Hochebene erreicht haben gibt ein „Foto-Stop“ Gelegenheit, zur nebelverhangenen Nordküste und den kahlen Rand des Kalkplateaus zurückzuschauen. Nach Osten erstreckt sich das Plateau bis zum schroffen Haghir-Massiv. Der Graben eines Wadis trennt die Hochfläche von den dick wolkenverhangenen Granitbergen. Langsam weicht die morgendliche Kühle der Hitze des Vormittags, nur wenn der Wind Ausläufer der Wolken über die Landschaft treibt, frösteln wir wieder. Die Hochebene ist mit durch Beweidung und Verbiss arg strapazierten Sträuchern bewachsen. Unsere Augenmerk ist allerdings mehr auf die Drachenbäume (Dracena cinnabari) gerichtet, deren Kronenschirme mit großem Abstand zueinander den Unterwuchs überragen. Aussichtspunkte bei dem Dorf Kafshifo geben uns Gelegenheit einen Ausschnitt des Schluchtensystems, das sich durch rückschreitende Erosion in das Kalkplateau frisst, zu überblicken. Die Abhänge vor uns und die Hochflächen jenseits der Schluchten tragen, soweit das Auge reicht, einen lichten Drachenbaumwald. Im Touristenladen gibt sehr schlichte, mit Drachenblut dunkelbraunrot bemalte Keramik. Wir kaufen ein kleines Keramikgefäß, das zum Schmelzen des Baumharzes gedacht ist. Meine Frau kauft auch Zahnbürsten-Hölzer, ein Mitbringsel für unseren Zahnarzt.
Ein unbefestigter Weg führt in südöstlicher Richtung, vorbei an prächtigen Drachenbaumgestalten, zum Wadi Dirham. Ein letztes, abschüssiges Wegstück und wir erreichen mit dem Auto den Grund des Wadis. Das Wasser des nur spärlich zur Südküste abfließenden Flusses erscheint in Abhängigkeit vom Gesteins und der Wassertiefe hellgelb oder oliv in den flachen Zonen und intensiv flaschengrün in den tiefen Pools. Während unsere Begleiter das Picknick vorbereiten, schauen wir uns etwas um. Wir sind nicht allein, weitere Touristen machen hier mit ihren Begleitern auf dem Weg nach Skand in den Bergen halt. Ein Dattelpalmenhain weist auf Besiedlung hin und tatsächlich gibt es hier ein bewohntes Anwesen und viele Ziegen. Unser Lunch weckt die Aufmerksamkeit der Ziegen und der großen Krabben auf dem Bachgrund. Während sich die Krabben an den Verzehr von Zwiebelresten machen, die Mahad abgespült hat, nutzen ein paar Ziegen unsere Ablenkung für einen blitzartigen Überfall auf die Reste des Essens. Die ägyptischen Geier sitzen auf Felsvorsprüngen, sie sind schon satt. Da wir weitere Camping-Nächte ausgeschlagen haben, entfällt die Exkursion nach Skand in die Haghir-Berge. Am Nachmittag treten wir den Rückweg an.
- Nördliche Küstenebene
- Blick vom Rand des Kalkplateaus auf die nördliche Küstenebene
- Drachenbaum Dracena cinnabari
- Euryops arabicus
- Dicksam, Haghir-Gebirge
- Haghir-Berge, Sicht von Dicksam
- Haghir-Berge, Sicht von Dicksam
- Dracaena cinnabari
- Dorf Kafshifo, Pflanzenschutz
- Dicksam, Seitenschluchten zum Wadi Dirham
- Dicksam-Plateau bei Kafshifo, Driver Mumad
- Drachenbäume Dracaena cinnabari
- Dromedar
- Aloe perryi
- Dracaena cinnabari
- Dracaena cinnabari
- Dracaena cinnabari
- Dracena cinnabari, Kronen-Detail
- Dracena cinnabari, Kronen-Detail
- Degradierter Drachenbaum-Wald
- Degradierter Drachenbaum-Wald
- Degradierter Drachenbaum-Wald
- Wadi Dirham
- Wadi Dirham
- Wadi Dirham, Fluss-Pools
- Wadi Dirham
- Wadi Dirham, Restwasserführung im Dezember
- Ziege, räuberisch
- Hundertfüßler
- Süßwasserkrabbe
- Gurkenbäume Dendrosicyos socotrana, Wadi Dirham
- Dendrosicyos socotrana, Wadi Dirham
- Wadi Dirham, Adenium obesum ssp. socotranum
- Aloe perryi
- Adenium obesum ssp. socotranum
- Adenium obesum ssp. socotranum
- Dracaena cinnabari
- Weg zur Nord-Süd-Straße
- Drachenbaum-Gruppe
- Dracaena cinnabari
- Drachenbaum-Gruppe
- Nördliche Küstenebene, Abendlicht
- Nördliche Küstenebene
- Dromedar, Croton socotranus-Gesträuch










































































































































